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Mittwoch, 15 Februar 2017 17:16

Das Heldenbrevier der Streitenden Königreiche (Richter, Daniel Simon)

geschrieben von HEX
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Heldenbrevier der Streitenden KoenigreicheDas Erste der „Heldenbreviere“, der Regional-Romane des schwarzen Auges, wird von mir in der folgenden Rezension vorgestellt. Der Roman ist ein weiterer Schritt zu meiner Gesamtrezension zu den Streitenden Königreichen, denen sich bald noch die regionale Rüstkammer, das Abenteuer „Neue Bande & Uralter Zwist“, das Landkartenset und der Soundtrack von Sphärenklang anschließen werden. Doch zuerst zu den Reisetagebüchern zweier ungleicher Helden durch Nostria und Andergast.

 

 

 

Titel: Das Heldenbrevier der Streitenden Königreiche - Reiseberichte aus Nostria und Andergast
Typ: Roman
Autor: Daniel Simon Richter
ISBN: 978-3-95752-335-8
160 Seiten, 14,95€
Verlag: Ulisses Spiele

 

Inhalt/Klappentext

Schon seit fast zwei Jahrtausenden schwelt der ewige Zwist zwischen Nostria und Andergast, die man daher auch Die Streitenden Königreiche nennt.

Das Heldenbrevier begleitet zwei wackere Ritter auf ihrem Weg durch Nostria & Andergast, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während eine Nostrierin aus dem an der Küste gelegenen Seenland aufbricht, macht sich ein Andergaster aus der Freiherrschaft Albumin im Osten des Thuransees auf die Reise. Was werden die beiden erleben? Welche Gefahren lauern auf ihrem Weg? Wie nehmen sie ihre Heimat und seine Bewohner wahr? Und was wird geschehen, wenn die beiden schließlich aufeinander treffen?

Entdecke die Wälder der Waldwildnis, die geheimnisvollen Klippen von Hallerû im Ingvaltal und die tödliche Messergrassteppe. Erfahre aus erster Hand mehr über die uralte Fehde zwischen den Reichen, über ihre Bewohner und die Geister des Landes, die hier verehrt werden. Was denken Nostrier und Andergaster wirklich über ihre Herrscher, die Zaubermacht der Hexen oder die geheimnisvollen Sumen? Und was über den Feind auf der anderen Seite der Grenze?

Das Heldenbrevier berichtet in inneraventurischen Quellen von dieser Reise und gewährt dabei tiefe Einblicke in das Denken und die Gefühlswelt der Einheimischen. Es bietet unzählige Inspirationen für spannende Geschichten, zur weiteren Vertiefung des Hintergrunds sowie zur Ausgestaltung deines eigenen Helden.

Das Heldenbrevier ist eine stimmungsvolle Ergänzung zur Regionalspielhilfe Die Streitenden Königreiche. Es ist für Meister wie Spieler gleichermaßen geeignet, und erfordert keinerlei Regelkenntnisse.

 

Autor

Daniel Simon Richter schreibt seit 14 Jahren Publikationen für Das Schwarze Auge. Seit 2009 ist er festes Mitglied und Autor der DSA-Redaktion. Seit dem Start von DSA5 hat er unter anderem an dem Grundregelwerk, dem Aventurischen Almanach und der Regionalspielhilfe zu den Streitenden Königreichen mitgeschrieben.

 

Rezension

Allgemeines:

Der Einband des Buches ist aus dem selben Material wie der Roman „Aus Avespfaden“ und damit etwas fester und rauer als die Vademekums, hat aber das selbe Format. Das Cover ist wieder von Janina Robben und zeigt eine Kompassrose. Diese füllt anstatt der Umrisse Aventuriens ein Eichenlaub und eine Salzarele - die Aventurischen Flunder - und weißt damit auf den Regionalen Bezug zu Andergast und Nostria hin. Das Titelbild sieht durch die Bindung wieder etwas nach links verschoben aus, auch wenn nicht so stark wie bei „Auf Avespfaden“. Jedoch finden sich auf der Rückseite wieder seltsame Streifen.
Das Regionalbrevier hat kein Vorwort, dafür finden sich Vakatseiten am Ende. Insgesamt ist die Geschichte in sechs Kapitel eingeteilt.

Inhalt

Das Buch erzählt die Geschichte der nostrischen Ritterin Brealetha von Hyttenhau und des andergastschen Ritters Stanislaus von Tatzenhain. Beide erhalten später im Buch Verstärkung durch magische Begleitung: zu Brealetha stößt die Magierin Rolais und zu Stanislaus der Druide Holbrand. Die Reiseberichte der beiden Ritter sind in der Form von Tagebucheinträgen geschrieben (wie in „Auf Avespfaden“), die Begleiter kommen aber nicht direkt zu Wort.

Es dauert einige Zeit, bis die beiden Hauptcharaktere zusammentreffen. Bis dahin dominieren gute Hintergrund- und Landschaftsbeschreibungen den Großteil des Buches, bis zum IV Kapitel „Zauberei und Hexenwerk“ auf Seite 83. Dabei findet man viele der Themen aus der Regionalspielhilfe wieder, beispielsweise die Deichnadel und die Ahnenzeichen.

Die beiden Hauptcharaktere wirken bis zu ihrem Zusammentreffen nicht sonderlich sympathisch, aber auch nicht ausgesprochen ablehnend.
Die Bilder im Buch sind super, vor allem das der Tiefenrösser und das des Einhorns im Wald. Die Seitenverzierungen haben es mir ebenfalls angetan.
Sehr gefallen haben mir auch die vielen IG-Geschichen und Sagen, die man zu lesen bekommt, auch wenn sich dadurch die eigentliche Geschichte erst sehr spät ausbreitet.

Der Hauptteil des Buches besteht aus der Reise der beiden Hauptcharaktere, was ihnen passiert und welche Orte sie durchqueren. Aber es gibt dabei so gesehen keine wirkliche Geschichte, eben außer „Ich reiste zu diesem und jenem Ort“. Die Beschreibungen und Erzählungen sind dafür jedoch umso ausführlicher und sehr gut geschrieben.
Erst etwa im letzten Viertel wird es spannend: die Helden des Buches treffen aufeinander - im Kampf gegen Orks und Oger. Hier zeigt sich endlich, aus was nostrische und andergastsche Ritter gemacht sind. Dem Kampf erlebt man aus zwei Perspektiven und fiebert bei den Szenen mit.
Danach ist es schön zu lesen, wie die beiden Ritter und ihre Begleiter näher zusammenwachsen. Auch werden die Charaktere zunehmend sympathischer, während sie ihre Vorurteile ablegen und mehr und mehr ihre Gedanken und Gefühle zu Papier bringen.
Gefreut hat mich die Erwähnung des Sternenfalls und wie er die Hauptpersonen beeinflusst - oder zumindest der Gedanke daran. Dies geschieht jedoch - und das ist literarisch sehr gut gemacht - ohne die Charaktereigenschaften der Helden einfach umzuwerfen. So kommen vorher bestimmte Wesenszüge auch später immer wieder zum Vorschein.

Am Rande sei gesagt, dass ich die Figur des Holbrand sehr erfrischend finde. Sie zeigt, dass ein Sume (oder Druide generell) eben nicht der bärtige, grummelige Einsiedler aus dem Wald sein muss, sondern durchaus ein normaler Mensch sein kann.

Leider endet das Buch gerade dann, als es so richtig spannend wird - als es auf Abenteuerfahrt geht! Die Gruppe steht, die Charaktere sind eingeführt und man will wissen, wie es weitergeht. Dem Buch hätten noch einmal 160 Seiten gut zu Gesicht gestanden - oder ein zweiter Band. Denn nachdem die Helden aufgetaut sind ist die Gruppenkonstellation wirklich spannend und ich würde gerne noch mehr über die Interaktion zwischen den Helden lesen. Vielleicht habe ich aber einfach eine andere Vorstellung als der Autor, was in so ein Heldenbrevier hinein sollte.

 

Fazit3

Das Buch punktet mit seinen Landschaftsbeschreibungen, den IG-Hintergrundgeschichten und Sagen. Leider krankt es auch etwas daran, denn es dauert viel zu lange bis die Geschichte um die Charaktere anfängt wirklich interessant zu werden. Empfehlen kann ich es daher vor allem Fans von Nostria und Andergast, die ihren Helden mehr Farbe verpassen wollen.

 

Gelesen 108 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 16 Februar 2017 13:44
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