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Freitag, 20 Januar 2017 17:13

Aventurische Rüstkammer

geschrieben von HEX
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Aventurische RuestkammerNach einer etwas längeren Weihnachtspause geht es mit meinen Rezensionen zu DSA5 weiter. Bevor ich mich wieder den noch ausstehenden Produkten zu den Streitenden Königreichen widme, möchte ich zuerst etwas allgemeiner bleiben. Deshalb folgt nun mit etwa einem halben Jahr Verspätung zur ihrer Veröffentlichung zuerst meine Rezension zu der Nachfolgerin des Aventurischen Arsenals - Die Aventurische Rüstkammer.

 

 

Aventurische Rüstkammer
DSA-Regelband 
Thomas Craig, Marie Mönkemeyer, Alex Spohr, Ariane Willumeit
ISBN: 978-3-95752-337-2
160 Seiten, 34,95 €
Ulisses Spiele

 

Inhalt/Klappentext 

Kein Krieger kommt ohne seine Waffen, kein Dieb ohne sein Einbruchswerkzeug und kein Magier ohne seine Bücher aus.
Die Aventurische Rüstkammer enthält Beschreibungen von Dutzenden nützlicher Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Rüstungen für reisende Helden.

Von den verschiedenen Magiergewändern über typische Abenteurerausrüstung wie Fackeln, Brecheisen und Wurfhaken bis hin zu Exotika wie dem blauen Gwen Petryl-Leuchtstein und dem Astrolabium werden etliche Gegenstände beschrieben, die einem Helden das Leben leichter machen.

Die Rüstkammer ergänzt das Regelwerk um weitere aventurische Waffen wie den furchteinflößenden Warunker Hammer, den maraskanischen Nachtwind oder die mächtige Ogerschelle. Und auch speziellere Rüstungen, beispielsweise die feuerfeste Iryanrüstung oder der tulamidische Spiegelpanzer, werden im Detail mit ihren Besonderheiten vorgestellt.

Neben den Ausrüstungsgegenständen finden sich in diesem Band ergänzende Fokusregeln zum Herstellen von Ausrüstung und zu besonderen Eigenschaften von Waffen und Rüstungen wie zum Beispiel die Wirkungen verschiedener Waffentypen gegen unterschiedliche Rüstungen.

Alle Gegenstände werden nicht nur beschrieben, sondern mit allen relevanten Spielwerten versehen und erhalten eine farbige Abbildung, um sie sich am Spieltisch besser vorstellen zu können.

 

Autor

Die Aventurische Rüstkammer ist ein Gemeinschaftsprojekt der Autoren Thomas Craig, Marie Mönkemeyer, Alex Spohr und Ariane Willumeit. Die Namen Alex Spohr und Marie Mönkemeyer dürften DSA-Spielern durchaus bekannt sein, sind sie doch regelmäßige Autoren bei Ulisses. Thomas Craig und Ariane Willumeit haben unter anderem an verschiedenen Aventurischen Boten und dem DSA5-Beta-Regelwerk mitgeschrieben.

 

Rezension

Kapitel 0) Allgemeines 

Das Titelbild des Rüstkammer ist wie bei DSA5 üblich mit fühlbaren 3D-Highlights verziert. Das Motiv ist wesentlich besser als bei der Vorgängerpuplikation, dem „Aventurischen Arsenal“, dessen Motiv ich immer sehr unpassend fand, das aber meines Wissens nach aber auch nicht speziell für das Buch angefertigt worden war.

Wie auch bei einigen anderen Publikationen finden sich auf der Rückseite zwei Streifen um den „Empfohlen für...“ Abschnitt. Diese sehen aus wie Kratzer oder Reste von Klebestreifen. Anscheinend sind sie ein Design-Element, dessen Sinn sich aber für mich nicht erschließt und die auch nicht wirklich gut aussehen.

Das Hardcover-Buch fühlt sich in der Hand fest und hochwertig an. Wie bei fast allen DSA-Hardcovern gibt es ein eingenähtes Lesezeichen.

Im Inneren findet man nach dem Vorwort ein Hinweis auf den Unterschied zwischen Regeln, Crunch und Fluff. Dieser ist sehr gut und auf Grund der öfters geäußerten Kritik an der Regelaufteilung auch notwendig. Ich hätte mir jedoch noch ein paar Beispiele dazu gewünscht.

Danach folgt ein größerer Abschnitt zu den verschiedenen Komplexitätsgraden der Regeln  und wie man diese einsetzen sollte. Dies ist ebenso sehr notwendig wie der Abschnitt zuvor, vor allem in Hinsicht auf die Fokusregeln. Sehr schön ist es, dass hier die Verweise mit den hochgestellten Buchstaben erklärt wird. Leider fehlt eine kurze Übersicht über die im Band verwendeten Abkürzungen.

 

Kapitel 1) Ausrüstung

In dem Bild zum Kapitelanfang findet man schön prominent ein Flügelhelm. Das gibt leichte Pluspunkte. Leider ist der Rest des Bildes nicht besonders spannend und es passt auch nicht ganz zu dem Text, was aber nicht weiter schlimm ist.

Ganz wichtig ist, und das wurde wohl von einigen Kritikern überlesen, dass in diesem Band nicht alles was es an Ausrüstung gibt vorgestellt wird, sondern nur das Typische, das, was oft verwendet wird. Allzu Exotisches, so es nicht besonders ikonisch ist, darf man nicht erwarten, dafür aber viel Alltägliches.

Bevor es mit den Objekten losgeht, gibt es erst einmal einen Abschnitt zur Übersicht zu den Gegenständen. Hier werden Werte und zum Teil Abkürzungen erklärt. Mich wundert es etwas, dass hier zu lesen ist, dass es noch andere Währungen als Silbertaler gibt (nämlich Dukaten und Heller) und auch andere Gewichte. Das stimmt zwar durchaus, liest sich aber in der vorliegenden Formulierung sehr seltsam, vor allem da es für das Buch keine Bedeutung hat.

Anschließend findet sich ein Abschnitt zu der Regeltechnik bei den Gegenständen. Hier gibt es auch erneut einen Kasten zur Optionalität. Man findet hier auch eine Sammlung von Regeln, die häufiger in dem Buch auftreten.

Danach geht es direkt mit den Gegenständen bzw. der Ausrüstung los. Entgegen meiner vorherigen Aussage findet man als erstes ein doch recht exotisches Astrolabium. Auch sonst gibt es immer wieder ungewöhnliche Gegenstände zu finden. Der Großteil ist jedoch profaner Natur.

Bei der Ausrüstung findet man auch so genannte „Phexensreden“ - kleine Zitate oder Gespräche der Ikonischen Helden zu den Objekten. Diese gefallen mir wirklich sehr gut. Die Bilder der Gegenstände (und später der Waffen) sind alles in allem super, die Qualität schwankt aber etwas. Die Bilder passen üblicherweise gut zu den beschreibenden Texten. Sie sind allerdings in einem anderen Stil als im Aventurischen Arsenal gezeichnet. Einigen Reviewer gefällt dieser Stil ganz und gar nicht, für sie sieht alles nach Plastik aus. Ich kann das nur schwer nachvollziehen. Es ist einfach ein anderer Zeichenstil und in Farbe, nicht mehr und nicht weniger.

Ebenso haben sich manche Kritiker gefragt, warum man denn Texte wie die Beschreibung eines Bratspießes braucht. Aber ich finde das große Klasse. Mir machen so Kleinigkeiten Spass und ich lese so Beschreibungen sehr gerne.

Ein kleiner Kommentar zu Fackeln: Nein, Fackeln berennen nicht 1,5 Stunden (zumindest keine Pechfackeln wie dargestellt) und sind durch den Ruß den sie produzieren mit die schlechteste Wahl für Abenteurer in alten Gräbern und Höhlen. Und die offene Flamme macht sie auch in Wäldern zu einer Gefahr. Viel besser wäre man mit Laternen aufgestellt, die sogar gerichtetes Licht geben können. Aber gut, Fackeln sind nunmal der Klassiker, da kann man auch mal ein Auge zudrücken. Das Ganze ist immerhin ein Fantasy-Spiel. 

Die Zusatz- bzw. Fokusregeln der einzelnen Gegenstände sind zum Teil sehr kleinteilig und sicher für viele Gruppen am Spieltisch weniger interessant. So werden wahrscheinlich nicht viele Leute genau aufschreiben, wo ihre Helden was und worin am Körper mit sich tragen, um es dann mit nur einer Aktion aus ihrer neuen Gürteltasche ziehen zu können. Aber es gefällt mir, dass diese Möglichkeit besteht.

Im Text gibt es ab und an seltsame Formulierungen. Inzwischen glaube ich, ich habe einfach ein anderes Sprachgefühl als Teile der DSA-Redaktion.

Über die „Unterhose“ haben sich nicht wenige Fans lustig gemacht. Ich finde den Eintrag gut, aber er hätte ruhig mit dem „wattierten Unterzeug“ oder Ähnlichem auch die Rüstungsunterlage mit beschreiben können.

 

Kapitel 2) Waffen und Rüstungen

Das Einleitungsbild des Kapitels ist das Selbe wie das Titelbild, was ich etwas schade finde. Die Regeln im Abschnitt zur Übersicht zu den Waffen und Rüstungen, besonders die  Regeln zu einhändig und zweihändig geführten Stangenwaffen, haben mir dagegen gut gefallen. Die Regeln zu „profanen Geweihtenwaffen“ und gefälschten Waffen finde ich ebenso gut.

Ein Kommentar zur Krötenhaut: Rüstungen mit Nieten gab es in dieser Art nicht. Nieten lassen Schläge nicht abgleiten, sondern fangen diese. Dadurch wird die Kraft eines Schlages auf den Körper und nicht von diesem weggelenkt. Aber die Krötenhaut ist so ikonisch, dass ich wie bei der Fackel gerne ein Auge zudrücke.

 

Kapitel 3) Ausrüstungsregeln

Die Regeln zum Verschleiß und zum Bruchfaktor sind gut, mir fehlen allerdings die Regeln zur Herstellung von Ausrüstung, die im Kompendium zu finden sind. Diese hätte man hier ruhig erneut aufführen können. Die Regeln zu den Materialien sind dabei und gut, aber ohne die Regeln zur Herstellung sind diese eher weniger nützlich.

Die Zusatz- bzw. Fokusregeln zu den Waffen- und Rüstungszusätzen und -ausstattungen sind ebenfalls gut. Am Ende des Abschnitts finden sich auch Regeln zum Unterzeug zu Rüstungen.

Etwas kurios finde ich die neuen Kampfsonderfertigkeiten für Schleudern, aber im Band werden keine Schleudern vorgestellt - nur in der Liste der Waffen, nicht im Text selbst!

Generell sind die neuen und erweiterten Kampfsonderfertigkeiten ganz okay. Zum Teil finden sich hier bekannte Fertigkeiten. Die neuen, auch allgemeinen, Fertigkeiten sind dabei größtenteils eine Übernahme aus der vierten Edition.

Ganz am Ende finden sich hier Regeln zum Trefferzonen-Rüstungsschutz. Auch hier frage ich mich, warum die hier sogar erwähnten Fokusregeln I aus dem Aventurischen Kompendium nicht nochmal angedruckt worden sind. An sich scheinen die Regeln aber ganz gut zu sein.

Ganz am Ende des Buches finden sich dann noch verschiedene Listen. Gefallen haben mir hier vor allem die Liste zu den improvisierten Waffen sowie die zur Verbreitung.

 

Fazit3

Die Aventurische Rüstkammer ist keine schlechte Veröffentlichung. Viel der Kritik daran ist und war sehr übertrieben und auf einzelne, nebensächliche Punkte fokussiert. 

Die Rüstkammer bietet viel weniger Inhalt als das Aventurische Arsenal, dafür aber in einer höheren Qualität der einzelnen Einträge.

Ich hoffe darauf, dass es, wenn alle Regio-Rüstkammern veröffentlich sind, es einen Sammelband geben wird. Bis dahin kann man sich aber der inzwischen vom Stapel gelassenen Regel-Wiki bedienen, in der alle Einträge (ohne Flufftexte) ebenfalls zu finden

 

Gelesen 188 mal Letzte Änderung am Samstag, 11 Februar 2017 18:13
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