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Sonntag, 31 Juli 2016 08:47

Aventurische Almanach - DSA 5. Edition

geschrieben von HEX
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(4 Stimmen)
Aventurischer Almanach Aventurischer Almanach

aventurischer almanachFast ein halbes Jahr ist es nun her, dass der Aventurische Almanach, der Nachfolger der Geographica Aventurica, erschienen ist. Seit dem stand eine der limitierten Ausgaben bei mir neben dem Schreibtisch und wartete darauf gelesen zu werden.

In dieser Rezension möchte ich meine Eindrücke nun detailliert darbringen, in dem ich Kapitel für Kapitel durchgehe. Wem das zu lange dauert, kann gern zum Fazit springen, an dem ich die wichtigsten Punkte noch einmal aufliste. Anfangen möchte ich jedoch mit einigen generellen Punkten, die ich bei den einzelnen Kapitel eventuell wiederhole. Erwähnen möchte ich auch, dass ich die Regeln, Werte und Daten nicht kontrolliert habe und zu der inhaltlichen Richtigkeit nichts sagen kann.

 

Inhalt/Klappentext

Entdeckt Aventurien in all seiner Vielfalt! Der Aventurische Almanach entführt euch in die Welt des Schwarzen Auges, und bietet auf 264 vollfarbigen Seiten einen Überblick über den phantastischen Kontinent Aventurien, die Heimat des Fantasy-Rollenspiels Das Schwarze Auge.

Diese Weltbeschreibung bildet die Grundlage für euer Spiel auf Aventurien und richtet sich an Spieler und Meister gleichermaßen. In der Regionsübersicht erfahrt ihr alles über die verschiedenen aventurischen Länder und ihre Bräuche. Lest von den eisigen Gletschern des hohen Nordens, der Heimat der Elfen in den immergrünen Salamandersteinen und den gewaltigen Ausmaßen des feudalen Mittelreichs. Entdeckt die Weiten der Wüste Khôm, die Tücken der Echsensümpfe, die Bingen der Zwergenvölker oder die dampfenden Dschungel Meridianas. Neben Beschreibungen der wichtigsten Städte und Regionen und ihrer Bewohner erwarten euch Ausflüge in die aventurische Flora und Fauna mit spielfertigen Werten für ausgewählte Kreaturen und Pflanzen, Wissenswertes über Handel und Wandel, Recht und Gesetz sowie Zauberei und Götterwirken. Aber auch berühmte Persönlichkeiten, die Geschichte des Kontinents und speziell für den Meister reservierte Mysterien sind im Aventurischen Almanach enthalten.

Dem Band liegen zwei Poster mit großformatigen Karten des Kontinents bei.

Aventurischer Almanach

Regionalspielhilfe

Florian Don-Schauen, Daniel Simon Richter

ISBN: 9783957522337

264 Seiten, 39.95 €

Ulisses Spiele

Autor

Die Hauptautoren des Aventurischen Almanachs sind Florian Don Schauen und Daniel Simon Richter, wobei Eevie Demirtel, Tobias Rafael Junge, Alex Spohr und Jens Ullrich ebenfalls Texte beigesteuert haben. Jeder der Autoren ist langjähriger Schreiber von DSA-Produkten und so kommen mehrere Jahrzehnte and geballter Erfahrung zusammen.

Rezension

Was mir als allererstes aufgefallen ist, als ich den Almanach ausgepackt hatte, war, dass eine der Zier-Metallecken lose war. Dadurch, und durch die Verpackung, war eine der Ecken geknickt und einige der Seiten im Inneren angerissen. Etwas unschön, aber kein Beinbruch und die Ecke konnte ich mit einer Zange auch wieder anbringen.

Wesentlich schlimmer ist jedoch, dass die Seiten im Inneren beim Umblättern oft an den Metallecken hängen bleiben und dadurch knicken. Außerdem ist das Titelbild, dass auf den normalen Versionen zu sehen ist, im Inneren nur in Sepia zu sehen und nicht in Farbe - beides der Grund, warum ich in Zukunft mir lieber die normalen Hardcover-Ausgaben kaufen werde.

Die beigelegten Karten - einmal eine Aventurienkarte und einmal eine Aventurienkarte mit politischen Grenzen - basieren beide auf der selben „Luftbildkarte“, die einen realistischeren Stil aufweist als die Karten der früheren Editionen. Das sieht zwar ziemlich cool aus, andererseits sind auf den Karten nicht so viele Ortschaften verzeichnet wie früher, was sie schlechter für die Navigation macht. Abgesehen davon hat mir der alte Stil der Karten mit den rot-weiß gepunkteten „Pilzstädtchen“ und dem dunkelgrün-hellgrün-blassblauen Farbschema immer sehr gut gefallen.

Der Schreibstil des Almanachs lässt sich sehr gut und flüssig lesen und ist weit entfernt von dem zum Teil lehrbuchhaften Stil der Geographica. Dafür ist der Almanach im Vergleich auch wesentlich weniger ausführlich. Das Lektorat ist - entgegen der Kritik anderer - alles in allem gut, von einigen groben Schnitzern abgesehen, die meistens das Format betreffen.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Bild und etwa halbseitigen Ingame-Text. Auch innerhalb der Kapitel finden sich immer wieder IG-Texte und kleine Kästen mit Zitaten und Kommentaren der Ikonischen Helden aus dem Grundregelwerk, die ich allesamt als recht stimmig empfunden habe.

Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem „Kontinent Aventurien“. Dabei wird kurz auf jede Region eingegangen und ein guter Überblick über die Welt des Schwarzen Auges gegeben. Der Abschnitt über das Wetter ist ganz okay, generell wäre aber ein Abschnitt zum überregionalen Klima besser gewesen. Die Regeln dazu und zu den verschiedenen Arten von wegen wären aber in einem Kapitel zum Reisen etwas weiter hinten im Buch besser aufgehoben gewesen. Dafür hätte man an dieser Stelle eine bessere Übersicht über die Gewässer und Ströme des Kontinents geben können, auch wenn es einen Kasten mit der Schiffbarkeit verschiedener Flüsse gibt. Etwas kurios: in früheren Publikationen wurde die Gestallt Deres als Kugel festgelegt, nun wird davon wieder Abstand genommen. Im Grunde hätte man sich die Beschreibungen der Regionen aber sparen können, da diese danach in einem eigenen Kapitel wiederholt werden - oder man hätte sie zusammenlegen und detaillierter machen können. So wie es nun ist, gibt es jedoch eine gute, kurze Übersicht.

Über das Kapitel „Völker und Spezies“ lässt sich nicht viel sagen, außer das es durchaus ordentlich ist und die wichtigsten Informationen liefert. Viel kritisiert wurden die „haarlosen“ Orks und Goblins in der bildhaften Übersicht. Viel interessanter finde ich jedoch die Darstellung der Achaz, die hier nicht mehr so sehr wie Eidechsen aussehen, sonder eher an Drachen erinnern.

Im Kapitel „Land & Leute“ besteht aus detaillierter Beschreibungen der Regionen, Völker und Städten. Dabei wiederholen sich zum Teil die Aussagen aus den früheren Kapiteln, sind aber hauptsächlich sinnvolle Ergänzungen. Wirklich super ist, dass es pro beschriebener Region ein Bild gibt, dass diese darstellt. Leider sind die Bilder in meinen Augen etwas unscharf, so als ob sie eine zu geringe Auflösung für den Drucker gehabt hätten (oder andersherum). Die Aufteilung der Beschreibungen in Bevölkerung, politische Zugehörigkeit usw. ist gut, auch wenn ich nicht mit allen irdischen Vorbildern übereinstimme. Die Stadtbeschreibungen sind sehr nett und geben einen guten Eindruck, wirklich top sind die Wappen zu der einzelnen Städten. Am Schluss des Kapitels gibt es noch einen Ausblick über Aventurien hinaus.

Das Kapitel „Kultur & Wissenschaft“ beschäftigt sich zuerst mit den Sprachen Aventuriens, vor allem die Beispiele der verschiedenen Dialekte und Akzente und aventurischer Begriffe sind sehr praktisch und gut gelungen. Allerdings gibt es Abzüge in der B-Note: Nujuka ist inzwischen keine schriftlose Sprache mehr, da schon seit längerem an einem Schriftsystem dafür getüftelt wird.

Der Abschnitt zum Aberglaube ist sehr gut, der Abschnitt zur Kosmologie ist erfreulich ausführlich (hier wird einmal zu oft auf die Feenwelten verwiesen, was wohl Inseln im Nebel heißen sollte). Davor gibt es eine Aufzählung der gängigsten Kalendersysteme und wichtigsten Feiertage.

Danach folgt eine Beschreibung des Sternenhimmels und den Himmelskörpern mit dem aktuellen Bezug zum Sternenfall, was sehr gut ist. Der ganze Abschnitt ist dabei top, besonders der Teil zu den Sternbildern und Wandelsternen.

Die einzelnen Unterpunkte im Abschnitt über Stand und Lehnswesen sind weder zu lang noch zu kurz gehalten und geben eine gute Übersicht über das Thema, leider ist das ganze sehr auf das Mittel- und Horasreich bezogen, vor allem die Teile zu Stadtrecht und Bürgertum sowie Leibeigenschaft (Schade, das Bornland wäre hier interessant gewesen).

Gut gefallen hat mir die Erklärung des Aufbaus einer aventurischen (mittelreichischen) Armee mit ihren Rängen und Einheitengrößen.

Der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit Essen und Trinken. Hier gibt es auch eine kleine Preisliste mit einer schönen Anspielung auf alte DSA-Zeiten. Es wurde des öfteren kritisiert, dass sich die Preise in Aventurien ändern bzw. geändert haben. Dabei muss man bedenken, dass in einer Welt wie Aventurien Preise immer stark regional und saisonal bedingt sind. Ansonsten ist der Abschnitt super, nur leider viel zu kurz, wenn es nach mir geht. Ebenso gibt es eine schöne Anspielung zum klassischen DSA-Flügelhelm im Technik-Teil etwas weiter hinten, der schön ausführlich den aktuellen Technikstand Aventuriens darlegt. Wunderbar sind die Liedtexte im Teil zu Kunst und Musik, ebenso die Beispiele zur aventurischen Bibliothek, in der einige Bücher und deren Inhalt gezeigt werden. Zu Alchemie, Krankheiten und Giften wird recht jeweils wenig gesagt, ist insgesamt aber für das Spiel ausreichend.

Das Kapitel zu „Handel und Wandel“ lässt sich sehr flüssig lesen und ist besonders im Teil über die Warenschauen interessant. Bei dem Abschnitt über Maße & Gewichte fällt die neue Setzung zu den irdischen Umrechnungen auf, die nun in Dezimalschritten erfolgt. Dies hätte man sehr schön auch IG umsetzen können, zum Beispiel durch einen Aventurischen Boten-Artikel zur neuen Maßreform oder Ähnliches. Wirklich lesenswert ist der Abschnitt zu Recht und Gesetz, vor allem da hier auch auf Regionen außerhalb des Mittel- und Horasreichs eingegangen wird. Dazu kommt, dass hier auf Dinge erwähnt werden, die nur zu gerne von Heldengruppen vergessen werden, zum Beispiel Zollabgaben.

Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit der „Flora und Fauna“ Aventuriens. Als erstes ist mir das tolle Bild aufgefallen, das dieses Kapitel einleitet. Aber das mag auch daran liegen, dass ich eine kleine Schwäche für Rovena und ihre Katze habe. Der Abschnitt „Was wächst in Aventurien“ ist natürlich kein Ersatz für den Flora-Teil aus der Zoo-Botanica, aber gibt doch einen sehr guten Überblick und ließt sich sehr schön und flüssig und behandelt dabei nach einander die einzelnen Regionen.

Der darauf folgende Abschnitt ist mit „Aventurisches Bestiarium“ betitelt und mehr oder weniger eine kleine Ausführung der gleichnamigen Spielhilfe. Gleich auf der ersten Seite wird eine Regel zum „Mächtigen Schlag“ erwähnt, die es besonders großen oder starken Gegner erlaubt, kleinere Kämpfer einfach umzuhauen. Mir stellt sich die Frage, ob es in einem hauptsächlich auf Fluff-Text ausgelegten Buch so eine Regel braucht. Andererseits kann man sie so direkt im Spiel einsetzen. Aber warum wird sie später mit etwas verringertem Detailgrad bei jedem der vorgestellten Gegnern wiederholt? Dann hätte man sich den ersten Kasten so auch sparen können. Die Auswahl der vorgestellten Kreaturen ist passend, es werden sowohl Gegner für Anfängergruppen als auch Fortgeschrittene (und z.T. High-Level Gruppen) präsentiert. Am Besten haben mir hier aber die IG-Einführungstexte gefallen, die zum Teil einige augenzwinkernde Bemerkungen enthalten. Die Bilder in diesem Kapitel sind alle ausgezeichnet, vor allem die der später vorgestellten Pflanzen. Aber auch der Tatzelwurm hat es mir angetan. Wenn die nicht so stinken würden, wäre das ein tolles Haustier.

Nach dem Derischen widmet sich das Kapitel „Götter und Dämonen“ nun dem Überderischen. Nach einer Einführung in den Zwölfgötterglaube kommt eine Vorstellung der einzelnen Götter. An den Bildern hier erkennt man besonders den oft kritisierten „Manga-Stil“, der so ganz anders ist als die Darstellung der Götter in den DSA4-Publikationen. Das bedeutet nun nicht, dass die Bilder schlecht wären. Sie sind aber gewöhnungsbedürftig, so viel Ehrlichkeit muss sein. Interessanter Weise sehen die Götter alle sehr jung aus, auch wenn sie „älter“ sein sollen, zum Beispiel „der alte Mann“ Firun. Die Texte zu den einzelnen Göttern sind kurz und prägnant und geben das Wichtigste über Götter und Kirchen wieder. Auch sonst wird hier das Wichtigste zu der restlichen Mythologie des Schwarzes Auges vorgestellt und erläutert. Der Abschnitt zu den Dämonen könnte etwas ausführlicher sein, dafür wird der Unterschied zwischen Kirche und Gottheit erklärt.

Nach den Göttern widmet sich das Buch der „Zauberei und Hexenwerk“. Das Kapitel ist erfreulich ausführlich und erklärt die einzelnen Zaubertraditionen im Detail. Auch die Auswahl der (klassischen) Artefakte ist angemessen. Sehr gefallen hat mir der Abschnitt zu den magischen Wesen sowie die Erklärung des Unterschieds zwischen „Helden“ und „normalen Bürgern“ und der Kasten zum Spiel mit Magie.

Über das Lektorat im Kapitel „Rang & Namen“ wurde schon genug gesagt, als das ich es hier tiefer ausführen müsste. Tatsächlich ist es recht schwer, Text ohne Leerzeichen zu lesen, aber zum Glück ist das nur auf einer Seite. Die Portraits der wichtigen Personen sind sehr gut gelungen aber es hätten ruhig mehr Personen und Beschreibungen auch aus weiteren Regionen sein können.

Das Kapitel „Mythos & Historie“ beginnt mit einer Einführung zur aventurischen Geschichtsschreibung und einer Abhandlung zur Weltentstehung aus zwölfgöttlicher Sichtweise, die leider eine teilweise Wiederholung von weiter vorne darstellt, aber dennoch gut geschrieben ist und etwas tiefer in die Materie geht. Gerade die neuere und neuste Geschichte ist sehr ausführlich und es wird vor allem auf die Menschenreiche eingegangen, und hier wieder auf die Geschehnisse im Mittelreich - allerdings sind dort auch die meisten und wichtigsten Dinge passiert. Mir ist nur eine kleine Ungenauigkeit aufgefallen, und zwar war die Schlacht bei Ochs und Eiche kein Sieg für die Gegner Borbarads, sondern eine vernichtende Niederlage. Ausgesprochen gut hat mir der Kasten auf S. 225 gefallen, in dem noch einmal klar gemacht wird, dass man der lebendigen Geschichte nicht folgen muss, sondern das dies rein optional ist und man tun soll, was der Gruppe und einem selbst Spass macht.

Wirklich beeindruckend sind die beiden Portraits Rohajas und Haffax, vor allem in der direkten Gegenüberstellung (die aber schon etwas älter sind). Schön ist auch die Liste der (ehemaligen) Splitterträger. Sehr wichtig ist der Ausblick auf aktuelle Ereignisse.

Eine kleine generelle Anmerkung, die eher weniger mit dem Buch an sich zu tun hat: Ich finde die Auswahl der „überlebenden“ Schattenlande für Aventurien sehr gut: Werwölfe und Vampire und Untote und Dämonen bzw. dämonische Maschinen.

Direkt an dieses Kapitel schließt sich der Index an. Leider ist dieser nicht ganz vollständig, und es fehlen einige Seitenverweise. Auch hätte man ihn ganz an den Schluss des Buches setzen können. So bildet er jetzt die Grenze zwischen Allgemeinem und Meisterinformationen-Teil.

Entsprechend sollten alle Leser, die nicht gespoilert werden, diesen Abschnitt der Rezension überspringen und zu dem Fazit am Schluss gehen.


In dem passen betitelten Kapitel „Mysteria & Arcana“ werden einige Geheimnisse Aventuriens gelüftet, die jeweils einen Verweis weiter vorne im Buch hatten. Hier hat mich die Erwähnung von Werten für „gegnerische Gegner“ am Ende des Kapitels doch etwas schmunzeln lassen (was eigentlich generische Gegner heißt und ich mich einfach verlesen habe).

Das Kapitel beginnt so zu sagen in umgekehrter Reihenfolge, es werden zuerst Dinge besprochen, die weiter hinten im Buch stehen und sich dann vorgearbeitet. Das hat den Vorteil, dass beim durchlesen ein aktueller Bezug hergestellt wird. Ebenso schön ist es, dass der Bezug OG-IG (besonders in Hinblick auf den Sternenfall) klargemacht wird. Ich hätte mir eine etwas definitivere Aussage in Hinsicht auf die Ursache des Sternenfalls gewünscht, andererseits ist die gewählte Lösung, dass es mehrere Möglichkeiten gibt und sich Spielleiter bzw. Gruppen eine aussuchen können, auch ganz gut.

Der Kasten zu den Dämonensplittern ist gut und nimmt die Ereignisse des kürzlich erschienenen Romans „Salon der Schatten“ vorweg.

Die einzelnen Abschnitte sind sehr informativ, und relativ ausführlich. Die Meisterinformationen zu den Figuren sind okay, aber oft nicht allzu skandalös oder geheimnisvoll.

Danach geht es mit mysteriösen Orten weiter. Hier wird vor allem Nahemas Turm in Havena beschrieben, detailliert genug um dort ein Abenteuer spielen zu können. Das ist zwar an sich eine gute Idee - Spielleitern einen Abenteueraufhänger zu präsentieren - aber leider nimmt es viel Platz weg und so kommen viele andere mysteriöse Orte zu kurz oder werden gar nicht erst erwähnt. Generell hätte man dieses Kapitel größer machen können und mehr in die Tiefe der Geheimnisse gehen sollen.

Am Schluss des Buches finden sich noch einige sogenannte „Abenteuerfahrten“, kleine Aufhänger zu Abenteuern, die der Meister ausarbeiten kann und Bezug auf den Almanach nehmen. Diese haben mir sehr gut gefallen. Ganz zum Schluss werden noch vier menschliche Gegner vorgestellt, bei denen es ein Wiedersehen mit Bildern aus den Meisterfiguren-Bänden gibt, aber die immer noch sehr gut aussehen.

Als Abschluss gibt es noch einmal einen Hinweis auf die lebendige Geschichte und wie der Meister damit umgehen kann. Erneut hat es mich der Hinweis gefreut, dass es letztendlich dem Meister überlassen bleibt, was und wie er sein Aventurien gestaltet - und das immer der Spass im Vordergrund stehen soll.

Fazit:2

Der Aventurischer Almanach ist sehr gut geeignet, Neueinsteiger tiefer in die Welt des Schwarzen Auges zu führen. Dabei ist er nicht so detailliert wie die alte Geographica Aventurica, aber angenehmer zu lesen. Das ist alles in allem nicht schlecht, aber leider vermisst man diesen Detailgrad an einigen Stellen.

Die Illustrationen des Bandes sind durchweg sehr schön, auch wenn man sich bei Zeiten über den Stil streiten kann. Die limitierte Edition sieht zwar sehr schick aus, rechtfertigt aber in meinen Augen den Aufpreis auch für Sammler nicht.

Wer neu ist, sollte ihn sich auf jeden Fall holen. Alte Hasen, die schon die GA besitzen und die lebendige Geschichte verfolgt haben, können auch ohne ihn auskommen.

 

Gelesen 2420 mal Letzte Änderung am Dienstag, 22 November 2016 18:14

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1 Kommentar

  • Kommentar-Link HEX der Dunkle Sonntag, 31 Juli 2016 14:32 gepostet von HEX der Dunkle

    Eine kleine Anmerkung:
    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich selbst die limitierte Ausgabe besitze, falls das nicht durch den Kontext klar wurde.

    Melden

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