The Lord of the Rings Trading Card Game

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lord of the rings trading card gameDas Lord of the Rings Trading Card Game von Decipher, einer der besten Sammelkartenspielfirmen auf dem Markt

Das Lord of the Rings Trading Card Game von Decipher, einer der besten Sammelkartenspielfirmen auf dem Markt, ist die frischeste Neuheit auf dem Markt. Im frühen November herausgekommen ist das Spiel basierend auf….na? The Lord of the Rings, den Büchern und insbesondere dem Film. Unglücklicherweise hat Decipher keine Rechte, sich außerhalb der Grenzen der drei Filme zu machen, aber auch wenn dies sehr einschränkend wirken mag, dann werden die doch mehr Informationen abwerfen, als nötig sind, um viele Expansionssets herauszubringen. Zurzeit sind neun verschiedene Sets geplant. Die ersten beiden sind das bereits erschiene Starter Set und Mines of Moria, das im März nachzog. Wie bereits in den News zu lesen war, wird im Julie mit Realms of the Elf Lords, das nächste seinen Weg in die Läden finden. Und das The Two Towers Set wird kurz vor dem zweiten Film mit dem gleichen Titel herauskommen.

Um sich mehr auf Spielerinteressen einzulassen und um eine Gemeinschaft von LOTR Spielern zu schaffen, hat Decipher sofort eine Liga für ihr Spiel erschaffen. Diese besteht aus Spielern, die Mitglieder dieser Liga werden und dann an Turnieren teilnehmen, um bestimmte „Anforderungen“ zu erfüllen. Das Erreichen dieser Ziele resultiert dann sowohl in höheren Rängen in der Liga als auch in Sonderkarten, die man nur auf Turnieren bekommen kann. Zu diesen „Anforderungen“ gehören beispielsweise, dass man einen Freund zum Turnier mitbringen soll, dass man jemand anders helfen muss, ein Deck zu erschaffen, dass man einen Gegner unter 20 Minuten besiegen muss oder dass man einen Gegner dadurch erledigen muss, dass man seinen Ringträger korrumpiert.

Das Spiel basiert auf einem linearen Fortschritt der „Gemeinschaft“ eines Spielers bis zu dem Punkt, wo sich im Film Frodo und Sam von der Gemeinschaft lösen. Alle Spieler (Multispielerregeln erlauben es mehr als nur zwei Spieler gleichzeitig mit- bzw. gegeneinander spielen zu lassen.) führen eine Gemeinschaft und versuchen, sie zu diesem letzten Punkt zu führen. Es gibt neun Schauplätze, die man während der Sitzung durchspielt. Jeder einzelne dieser Schauplätze verfügt über unterschiedliche Attribute, die das Spiel positiv und negativ beeinflussen können. Außerdem hat man an jedem Schauplatz besondere Karten, die ein Spieler aufnehmen und aus denen er für sein Spiel die besten aussuchen kann. Als Beispiel sei hier nur eine Wahl für den ersten Schauplatz genannt: The Prancing Pony. Diese Karte erlaubt es einem Spieler Aragorn aus seinem Stapel herauszusuchen und ihn auszuspielen. Eine andere Schauplatz-eins-Karte wäre The Green Dragon Inn, die es dem Spieler erlaubt, Sam zu suchen und zu spielen. Abhängig von den eigenen Vorlieben, wählt man so die eine oder die andere der Karten. Das eigene Deck besteht vollkommen aus solch ausgewählten Karten, die eigenen Auslese – dennoch kann es sein, dass man nicht dazu kommt, es auch zu seinem vollen Effekt auszuspielen, denn die Gegner im Spiel könnten ihren Schauplatz vorher ausspielen. Darin liegt die Strategie des Spiels, aber dazu später.

Das Adventure Deck besteht aus allem, was während des Spiel ausgespielt werden kann. Es muss ein ebenmäßiges Verhältnis aus „fellowship“ und „minion“ Karten haben und mindestens 30 von jeder Sorte enthalten und ist nach oben nicht begrenzt – abgesehn, von der Regel, dass man eine Karte nur viermal aufnehmen kann. Frodo und der Eine Ring zählen hierbei nicht, aber sie sind auch die einzigen Ausnahmen.

Es gibt viele Wege das Spiel zu gewinnen. Die einfachste und am weitesten verbreitete ist es, Schauplatz Nummer neun zu erreichen und alle Angriffe, die dort auf einen warten, zu überstehen. Ein weiterer wäre es, den Frodo eines Gegners auf dem Weg zu Schauplatz neun zu töten. Die letzte Möglichkeit, die man hat ist es, Frodo zu verführen indem man zehn oder mehr „Bürden“ auf ihn lastet. Diese „Bürde“ repräsentieren den Drang, den Ring aufzusetzen und sich Saurons Willen zu unterwerfen. Diese Methode ist die seltenste, um das Spiel zu gewinnen, aber es mag sein, dass Decipher sich entschließt mehr Karten herauszubringen, die diesen Weg erleichtern und attraktiver machen.
Jeder Spieler beginnt mit einer Frodo und eine One Ring Karte. Das Spiel beginnt damit, dass die Spieler „bieten“, um die erste Runde zu beginnen. Die geschieht im Geheimen und die gebotenen Punkte, werden dann Frodo als Bürde auferlegt. Da es aber sehr nützlich sein kann, als erster zu handeln, hat Decipher hier eine recht faire Methode gefunden, dies zu entscheiden. Wer das Bieten gewonnen hat, kann wählen ob er als erstes oder zweites in das Spiel einsteigen will, startet jedoch mit dem Nachteil der „Bürden“. Gemeinerweise muss auch der Verlierer die „Bürden“ auf den Ringträger legen. Die Anzahl der „Bürden“, die man zum Bieten wählt bleibt einem vollkommen selber überlassen, so dass Glück mit der Sache absolut nichts zu tun hat. Manche Spieler wählen keine „Bürden“, während andere sogar bis zu vier hochgehen. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile und sind Teil der Strategie nach der man sein Deck ausgerichtet hat. Manchmal kann es sogar besser sein, nicht als erster zu handeln – wenn das Deck stimmt.
Nachdem man auf diese Weise bestimmt hat, wer das Spiel beginnt, legt der erste Spieler sein Schauplatz eins Karte auf den Tisch und jeder Spieler legt einen Marker darauf, um anzuzeigen, wo sich seine Gemeinschaft befindet. Nachdem der Schauplatz offenbart wurde, hat jeder Spieler die Möglichkeit eine Reihe von Charakteren eigener Wahl auszuspielen – zusätzlich zu Frodo, mit dem man das Spiel ja immer beginnt. Jeder Charakter „kostet“ seinen Fähigkeiten angemessen Zwielichtpunkte. So sind starke Charaktere wie Gandalf oder Aragorn recht teuer, während schwächere wie Merry und Pippin leicht zu haben sind. Die Anzahl der Charaktere bzw. der Summe der Zwielichtpunkte, mit denen man ab hier das Spiel beginnt muss vier oder weniger betragen. Als Beispiel: Man kann das Spiel mit Frodo und Aragorn (4) oder Legolas (2) und Arwen (2) beginnen. Nachdem beide Spieler ihre Karten vor sich abgelegt haben, nehmen sie sich acht Handkarten.

Das Spiel gliedert sich in verschieden Phasen und jeder Spieler wird all diese Phasen während seines Zuges durchlaufen. Die Phasen sind: Fellowship, Movement, Shadow, Maneuver, Archery, Skrimish, Regroup.
In der Fellowship Phase kann ein Spieler, wenn er an der Reihe ist, eine Fellowshipkarte aus seiner Hand ausspielen. Beispiele für diese Karten sind Boromir, sein Sword of Gondor, Athelas oder gar Aragorn. Die meisten Karten müssen mit Zwielichtpunkten erkaufet werden. Das sind Glasperlen, die in die Mitte gegeben werden, wenn ein Spieler eine Karte ausspielt, die diese erfordert. Aber es gibt auch Karten, die keine Kosten verursachen. Die Kosten findet man immer gut sichtbar oben links auf der Karte, selbst, wenn es Null sein sollten. Wenn ein Spieler fertig damit ist, seine Fellowshipkarten auszuspielen, wandert seine Gemeinschaft zum nächsten Schauplatz weiter.
Während der Movephase bewegt sich die Gemeinschaft eines Spielers zum nächsten Schauplatz. Sein Opponent, darf nun seine Version des nächsten Schauplatzes auf den Tisch legen. Wenn ein Spieler sein Gemeinschaft auf einen Schauplatz zieht, der noch nicht ausliegt, hat sein Gegner die Möglichkeit, seine eigenen Auszuspielen – das ist der Vorteil, als letzter zu handeln. Das gibt einem die Fähigkeit, das ganze Spiel hindurch sein Schauplätze auszuspielen – einzige Ausnahme bilden hier besondere Schauplätze wie Thror’s Map und Pathfinder. Der Vorteil als erster zu handeln, liegt ganz klar darin, dass man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den letzen Ort als erster erreicht. Wenn man nun also einen Ort verlässt muss man Glasperlen für den neuen Ort und für die Charaktere in seiner Gemeinschaft in die Mitte zahlen. Beispiel: Eine Gruppe von vier Charakteren bewegt sich zu Schauplatz fünf (The Bridge of Khazad-Dum, die sechs Zwielichtpunkte kostet) und muss so zehn Glasperlen in die Mitte zahlen. Jetzt folgt die Shadowphase.
Während der Shadowphase kann der Gegner sein minionkarten ausspielen, um die Gemeinschaft zu verlangsamen oder Charaktere zu töten. Hierbei sind die Glasperlen in der Mitte jetzt das Kapital des Gegners. Wie bisher kosten auch die jetzt eingesetzten Karten wieder Zwielichtpunkte. Wenn man also eine Karte ausspielt, nimmt man Perlen aus der Mitte – dies kann man so lange machen, wie man noch Perlen hat, um die Kosten zu decken, oder man Karten in der Hand hat. Beispiele sind hier Lurtz (7), Uruk Fighter (3) und ein Uruk Shaman (3). Meistens gehen einem eher die Karten aus als die Glasperlen.
Nun folgt die Manöverphase.
Diese wird jedoch nicht in jedem Zug genutzt. Sie erlaubt allen Spielern bestimmt Karten auszuspielen, die einem später von Nutzen sein können. Diese Phase findet natürlich nur statt, wenn die Spieler Karten haben, die diese Phase nutzen können. Oft wird sie deshalb vollkommen gekippt. Dennoch gibt es Beispiele von besonders beliebten Karten: A Ranger’s Versatility und dem gefürchteten Hate.
Während der Archeryphase können Charaktere und Diener des Bösen, die Bogenschützen sind Schaden anrichten. Außerdem können Karten gespielt werden, die speziell für diese Phase gedacht sind.
Die Skirmishphase ist dann schließlich die Nahkampfphase in der sich die Bösewichte den Charakteren der Gemeinschaft stellen. Für diese Phase gibt es eine Reihe von zusätzlichen Regeln, aber im kurz gesagt werden hier einige Bösewichte und Charaktere ihren Tod finden. Für die Überlebenden ist die Regroupphase die nächste Station.
Diese erlaubt es dem Spieler zu entscheiden, ob seine Gruppe sich noch einmal bewegen soll. Jeder Spieler kann sich zweimal pro Runde bewegen (manche Karten erlauben sogar noch mehr Bewegungen), aber es ist riskant eine weitere Bewegung durchzuführen. Wenn ein Spieler fertig ist, nicht mehr ziehen will oder darf, zieht er so viele Karten, dass er wieder acht Karten auf der Hand hält. Wenn er noch einmal zieht, darf er keine Karten mehr aufnehmen, gibt aber dem Gegner die Möglichkeit seine Hand auf acht Karten aufzustocken und weitere Diener der Dunkelheit auszuspielen. Auch dürfen alle weiteren sich noch im Spiel befindlichen Bösewichte noch einmal angreifen. Man muss nicht erwähnen, dass es daher sehr gefährlich ist, sich ein zweites Mal zu bewegen – besonders dann, wenn noch Gegner überlebt haben.
Es gibt viele Regeln in Lord of the Rings TCG, die ich hier nicht angerissen habe, aber sie alle bringen Würze in das Spiel und keine ist zu komplex, um sie leicht einzuführen. Das Spiel ist recht leicht zu lernen (auch für Jugendliche), auch wenn manche Strategien am Anfang noch zu kompliziert sein dürften. Besonders gut am Spiel ist, dass man nicht hunderte von seltenen (rare) Karten braucht, um ein gutes Deck zu erschaffen. Man kann sogar relativ nette Decks vollkommen ohne seltene Karten machen.

Alles in Allem ist das Spiel gut durchdacht und herrlich bebildert – wenn man nicht aufpasst, besteht durchaus Suchtgefahr (wie bei fast allen Sammelkartenspielen). Wenn man das Spiel wirklich lernen will, dann sollte man sich einen Starter kaufen und sich zum nächsten Turnier aufmachen. Die meisten Spieler werden gerne erklären, wie man spielt, denn das wird ihnen einen weiteren Spieler in der Gemeinschaft bescheren und mehr Spieler ist bei Sammelkartenspielen immer gut. Man kann das nächste Turnier am besten auf Deciphers Internetseite (www.decipher.com) finden. Im Tournament menu wählt man einfach den Tournament locator und wählt schnell die richtigen Spezifikationen aus. Ich hätte erwartet für Deutschland nur wenige zu finden, aber die Liste ist mehrere Bildschirmseiten lang. Und dieses Jahr wird Decipher sogar eine WELTMEISTERSCHAFT ausrichten – mehr dazu auch auf ihrer Internetseite.
Also, VIEL SPASS!

munchy

12.01.2009

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1 Kommentar

  • Manuel

    Hallo!

    Ich bin grade am Suchen von Anbietern eines Starterdecks. Kennst du vielleicht welche? Danke :-)

    Melden Manuel Montag, 31. Dezember 2012 15:18 Kommentar-Link
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