Land des Todes (Croggon, Alison)

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Land des todes croggonEin primitives Land, unheimliche Magie und die Geschichte einer Hexe die keine Hexe sein darf...

Klappe:
Land des Todes - so heißt der rauhe Norden, in dem die Magie noch wild und gefährlich ist. Hier wachsen Lina, die Tochter des Lords, und ihr adoptierter Ziehbruder Damek gemeinsam auf. Zwischen ihnen entsteht eine innige, fast obsessive Freundschaft. Doch Linas Leben steht unter einem unheilvollen Stern: Sie ist eine geborene Hexe, und im Norden ist Magie nur Männern erlaubt. Allein der mächtige Stand ihres Vaters schützt Lina. Als er stirbt, beginnt für sie eine Zeit der Demptigung. Doch Damek, der Lina abgöttisch liebt, sieht nicht tatenlos zu ...

Autor:
Die gebürtige Australierin hat schon zahlreiche Werke in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, ehe sie mit der Fantasy-Reihe „Die Pellibor-Saga“ zur Bestsellerautorin wurde. Neben ihren Büchern schreibt die Dichterin außerdem Theaterstücke und ist Theaterkritikerin für eine Tageszeitung.

Meinung:
Es ist schwierig nach der Lektüre des etwas unglücklichen Klappentextes sich im Buch zu Beginn zu Recht zu finden – vielleicht auch, weil er etwas anderes suggeriert als man im Buch geboten bekommt. Verwirrt der Anfang etwas, da man die im Klappentext beschriebenen Hauptpersonen vermisst, versteht man glücklicherweise recht schnell, dass der glücklose Adlige Oskar Hammel nur dazu dient, das glücklose Ende Dameks bereits zu Beginn aufzuzeigen, während der Rest des Buches dann berichtet, wie es zu diesem tragischen Ende einer verworrenen Liebesgeschichte kommen konnte. Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht der Dienerin Anna und ihrer geliebten Herrin, der Hexe Lina beschrieben, was einen interessanten Blickwinkel auf die Geschichte wirft. Leider wirken die Personen – abgesehen von Damek – allesamt farblos und nebensächlich. Die Geschichte selbst böte allemal viel Potenzial für Spannung und düsteren Grusel, leider bleibt die Handlung recht seit und plätschert ohne große Höhepunkte vor sich hin. Im letzten Drittel des Buches weiß man durch den zu Beginn beschriebenen Bericht von Hammel bereits wie die Geschichte ausgeht. Auch wenn hier (zum Glück) einmal kein hollywoodreifes Happy End gefeiert wird, verpufft die Neugier über den Werdegang und das Ende der Charaktere doch komplett, denn große Überraschungen erlebt man nicht mehr und leider auch keine interessanten Wendungen oder Überraschungen. Das Buch leidet vielleicht auch deutlich unter der allgemeinen depressiven Stimmung der Charaktere und des beschriebenen Landes, denn ob nun gewollt oder ungewollt, können sich hier beim Leser ob der monotonen Handlung keine allzu großen Gefühle entwickeln. Viele interessante Ansätze wie die Fähigkeiten Linas als Hexe oder die Blutfehden sind für die Geschichte absolut irrelevant und wirken dadurch nur künstlich aufgesetzt, um der Geschichte einen Hauch von Fantasy zu verleihen.

Fazit: 4
Mit etwas mehr Gefühl und Farbe bei den Charakteren und mehr Hintergründen zur Magie und dem Land hätte dies ein düsterer und interessanter Roman werden können. Hier wurden leider viele Chancen auf ein spannendes Buch vergeben, so dass man das Buch zwar recht zügig lesen kann, aber irgendwie ein schaler Nachgeschmack der depressiven Grundstimmung des Buches und der Vorhersehbarkeit der Handlung zurück bleibt.  

Letzte Änderung am Dienstag, 15 Januar 2013 11:54

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