Nimue Alban – Der Verrat (Weber, David)

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Alban10Verrat smallNimue Alban: Der Bestseller-Erfrolg vom Schöpfer der Honor-Harrington-Serie geht in die nächste Runde!

Klappe:
Nimue Albans Geist wurde in den Körper eines Cyborgs verpflanzt. Das war lange bevor die Menschen vor einer außerirdischen Spezies fliehen mussten, um der Auslöschung zu entgehen. Die Menschheit begann ein neues Leben auf einer fernen Welt. Doch sie lebt in einer Diktatur. Und Nimue Alban wurde wieder zum Leben erweckt, um das zu ändern ...

Autor:
David Weber ist ein Phänomen: Ungeheuer produktiv (er hat zahlreiche Fantasy- und Science-Fiction-Romane geschrieben), erlangte er Popularität mit der ?Honor-Harrington-Reihe?, die inzwischen nicht nur in den USA zu den bestverkauften SF-Serien zählt. David Weber wird gerne mit C. S. Forester verglichen, aber auch mit Autoren wie Heinlein und Asimov. Er lebt heute mit seiner Familie in South Carolina.

Meinung:
Wie schon bei den Bänden zuvor entwickelt David Weber seines Nimue-Alban-Zyklus weiter und weitere 550 Seiten erwarten den Leser. Gleich am Anfang möchte ich auf das inzwischen 30-seitige Personenregister und das 16-seitige Glossar hinwiesen sowie die Erläuterungen zur Kirche, was einen Eindruck davon vermittelt, wie komplex die Geschichte inzwischen geworden ist. Das Buch ist daher nicht mehr für den Einstig in die Materie zu empfehlen, so dass sich dieser Band explizit an die Kenner der Serie wendet. Der Rest, nun, der hat inzwischen rund 5000 Seiten aufzuholen, die sich aber durchaus lohnen. Es ist eine spannende Entwicklung, die die Welt, Safehold, nimmt und langsam versucht, den verordneten Zivilisationsrückschritt aufzuholen. Oder auch nicht, was ja den Hauptkonflikt darstellt. So kommen auch in diesem Band neue technische und politische Entwicklungen zum Tragen, der erste Revolver und Auto-, äh, Karrenbomben werden zum Einsatz gebracht. Ob dies nun rundum positv verläuft und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, das wird man sehen. In einem späteren Band.

Hier muss ich auch die Kritik ansetzen. Bei aller Erzählkunst (das Buch ist ruck-zuck verschlungen) und bei der Mühe, mit der David Weber die politischen Intrigen aufbaut, fehlt mir inzwischen ein echter Höhepunkt. Die letzten Bände ähnelten sich im Aufbau zu stark, so dass zwar der Fortgang des Plots deutlich erkennbar ist, eine Entwicklung der Geschichte auf einen Höhepunkt wie eine Entscheidungsschlacht zwischen Charis und der Kirche hinzu jedoch nicht erkennbar ist. Solide Handerksarbeit und eine komplexe Welt reichen eben nicht immer aus, um den Leser langfristig zu fesseln, irgendwann muss auch mal etwas wirklich „Großes“ passieren. Man mag zwar einwenden, dass die Zielsetzung der Serie ein sanfter Aufbau der Welt ist, was ja auch durch die Technologieschranken gewährleistet sein soll, doch geht es hier immerhin um eine faszinierende Verknüpfung aus Sci-Fi und Low-Tech, die auch mal aus dem realitätsnahen Rahmen ausbrechen darf, was den Fortgang der Geschichte selbst angeht.


Fazit:
Es geht weiter in der komplexen Saga, aber irgendwann möchte der Leser auch mal ein Ziel sehen, das erreicht wird. Die Story entwickelt sich zwar weiter, es fehlen jedoch echte Meilensteine, die das drohende Einerlei unterbrechen.7

Weitere Informationen

  • Autor: Alpers, Hans-Joachim
Letzte Änderung am Mittwoch, 27 Februar 2013 09:10

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