Nimue Alban; Caylebs Plan (Weber, David)

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bas 23349 nialban 06mPläne neben Plänen, Pläne hinter Plänen, hier trifft Politik auf High-Tech – und das in einer prätechnischen Welt. Es gibt Spannung und Spannungen auf allen Ebenen...

Klappe:
Eine Welt ohne Technik. Eine außerirdische Spezies, die die Menschheit auslöschen will. Und eine Heldin im Körper eines Androiden. Im neuen Nimue-Alban-Roman läuft Weber zur Höchstform auf! Für alle Fans von Stoffen wie HONOR HARRINGTON und STARSHIP TROOPERS.
Anmerkung der Redaktion: Oder so ähnlich. Wer auch immer diesen Klappentext geschrieben hat, die Pillen will ich auch. Rein praktisch geht es im 6. Teil der Nimue-Alban-Reihe um die Weiterentwicklung der Pläne des Kaiserreichs im Kampf gegen die Kirche, was zu einem eher politisch geprägten Buch führt, dafür aber die Grundlagen für die nächsten Bücher schafft.

Autor:
David Weber ist ein Phänomen: Ungeheuer produktiv (er hat zahlreiche Fantasy- und Science-Fiction-Romene geschrieben), erlangte er Popularität mit der HONOR-HARRINGTON-Reihe, die inzwischen nicht nur in den USA zu den bestverkauften SF-Serien zählt. David Weber wird gerne mit C. S. Forester verglichen, aber auch mit Autoren wie Heinlein oder Asimov. Er lebt heute mit seiner Familie in South Carolina.

Meinung:
Dieses knapp 400-Seiten-Buch ist der 6. Band der Nimue-Alban-Reihe und steigt demzufolge mitten ins Geschehen ein. Wer über dieses Buch stolpert, tut sich etwas schwer, in das Geschehen hineinzufinden, wobei ein gut 20 Seiten umfassendes Personenregister zunächst eher abschreckt als erhellt. Es fällt es dem Neueinsteiger aber recht leicht, sich in die Geschichte einzulesen, denn die Story ist trotz ihrer Komplexizität und zahlreichen, parallel ablaufenden Handlungssträngen, die stark miteinander verwoben sind, gut erkennbar. Trotzdem ist meine Empfehlung, wirklich mit dem ersten Band anzufangen, sonst entgeht dem Leser die eine oder andere Wendung bei einer derart komplexen Geschichte.
Grob gesagt geht es um eine Parallelwelt, ähnlich der Erde, aber in einem prätechnologischen Zeitalter, in dem Musketen zu den fortschrittlichen Waffensystemen und Galeonen moderne Schiffe darstellen. Dominierend ist die allgegenwärtige Kirche – Ähnlichkeiten mit der katholischen Kirche sind gewollt und stellenweise stellt sich durchaus die Frage, ob hier nicht mehr Kirchenkritik geübt als eine Geschichte erzählt wird. Wie auch immer, diese Welt ist nicht von alleine entstanden, hier wurde bei ihrer Erschaffung massiv von außen eingewirkt, denn sonst könnte sich in dieser Welt nicht Hochtechnologie „von einem anderen Stern“, wie man so schön sagt, befinden. Dieser Spagat zwischen primitiver Technik und Hightech ist es, der neben der eigentlichen Story, die einen guten Historienroman abgeben würde, ein frisches Element einbringt.
Das Buch besteht aus den üblichen Zutaten wie die weiteren Bände dieser Reihe: 50 Seiten Kämpfe, 50 Seiten Verschwörung, 100 Seiten Politik, 50 Seiten dies, 50 Seiten das und weitere 100 Seiten Füllmaterial. Gerade die Politik- und Verschwörungsseiten (was in den meisten Fällen auf das Gleiche herauskommt) sind gerade hier allerdings ziemliche Bleiwüsten.
Denn genau dies ist für mich der einzige Nachteil der Reihe: der Schreibstil des Autors. Er ist für mich oftmals mit zu viel „Geschwafel“ verbunden, so mancher Abschnitt hätte sich kürzer und prägnanter fassen lassen, ohne dabei an Atmosphäre einzubüßen. Was bleibt, ist eine interessante Parallelwelt, die man aber am Besten erfahren, d.h. erlesen muss und in der man sich gut verlieren kann.

Fazit:7
Die Reihe nimmt Fahrt auf – zumindest im Hinblick auf die Komplexizität der Handlungsstränge. Das Buch lässt sich durch die Konzentration auf die politischen Ränkespiele stellenweise etwas zäh lesen.

Letzte Änderung am Dienstag, 25 Dezember 2012 20:50

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