Mallory und der Taschendrache (Resnick, Mike)

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mallory taschendrache resnickJohn Justin Mallory gerät erneut in fantastische Ermittlungen im alternativen Manhattan, die zwar gut bezahlt aber sehr nervenaufreibend sind und ihn erneut mit seinem Intimfeind Grundy konfrontieren.

Klappe:
Es ist Valentinstag, und Privatdetektiv John Justin Mallory spielt mit dem Gedanken, früher Feierabend zu machen und seine einsame Partnerin Winnifred zum Essen einzuladen. Doch noch bevor er die Bürotür abschließen kann, bekommt er Besuch von dem panischen Bill Brody. Am nächsten Tag findet Brodys Tier-Show statt, und die Hauptattraktion der Show wurde gekidnappt: der winzige Drache Fifi. Gemeinsam mit seinen Gehilfen Felina, einem Samurai-Goblin und einem Zombie bleibt Mallory nur eine Nacht, um den Taschendrachen zu finden, der sich irgendwo in der 7-Millionen-Stadt verbirgt ...

Autor:
Der 1942 geborene Autor ist eigentlich eher im Genre Science Fiction beheimatet und schreibt schon seit den 60iger-Jahren. Er hat bereits über 50 Bücher und fast 200 Kurzgeschichten verfasst und seine Anthologie der Kirinyaga-Reihe ist eine der meistausgezeichneten Science-Fiction-Reihen. International kann man ihn zu den Urgesteinen der Science Fiction zählen und er wurde mehrfach für den Hugo-Award nominiert, den er sogar fünfmal gewonnen hat.

Meinung:
Im dritten Teil um den Privatdetektiv John Justin Mallory dreht sich wieder alles um eine einfache Geschichte mit skurrilem Personen und fantastischem Hintergrund. Mittlerweile sollte man die ersten beiden Teile gelesen haben, um einige Anspielungen des dritten Teils verstehen zu können. Auch entfaltet sich erst dann der Charme der Romanreihe voll.

Das Drachenmädchen Flauschie (nicht Fifi wie im Klappentext fälschlicherweise benannt) ist die Favoritin der Eastminster-Show und wurde aus dem Hotelzimmer ihres Besitzers gekidnappt. Eine Katastrophe für den Drachenzüchter Buffalo Bill Brody, der Hilfe bei dem bekannten Detektiv Mallory sucht. Gemeinsam mit dem Gremlin Jeeves und dem aus den vorherigen Bänden bekannten Katzenmädchen Felina nimmt Mallory Ermittlungen auf. Natürlich unterstützt ihn auch seine Partnerin Winnifred nach Kräften, wobei auch in diesem Teil die Handlung wieder von Mallory dominiert wird. Hitzige Dialoge und schnelle Szenenwechsel dominieren auch hier wieder den Inhalt des Romans. Auch neue Gestalten wie Belle, das lebendige und sprechende Handy, werden wieder eingeführt und bereichern durch ihre kuriose Bedürfnisse und ein verdrehtes Weltbild die ohnehin sehr fantastische Welt der Romanreihe. Ein wiederkehrendes Element der ersten Teile sind der Zeitdruck dem Mallory ausgesetzt ist und die Anhäufung von kuriosen Personen, die ihm im Verlauf seiner Ermittlungen begleiten. Im Verlauf der Handlung erhält Mallory nämlich wieder tatkräftige Unterstützung von dubiosen Sidekicks – dieses Mal ein kränklicher, goblinischer Samurai und ein schlicht gestrickter Zombie.

Sympathisch bleibt Mallory auch weiterhin, da er eben kein klassischer Held ist. Sein trockener Humor und unendliche Geduld machen ihn zu einem hart arbeitenden Überlebenskünstler, der sich mit seinem Schicksal bestmöglich arrangiert. Der neue Fall verlangt von Mallory einiges an Spürsinn und auch der Leser fischt sehr lange im Trüben, ehe sich auch nur ansatzweise eine Lösung andeutet. Eindeutig kommt in diesem Teil wieder mehr Spannung auf, was bei seinem Vorgänger nicht unbedingt der Fall war. Leider löst sich die Geschichte ein schlussendlich ein wenig holprig und die Schlussfolgerungen Mallorys wirken an einigen Stellen etwas gekünstelt. Dieser kleine Wermutstropfen ist neben dem sehr langen Hinauszögern des eigentlichen Beginns der Auflösung des Falles auch fast das einzige was man an dem Roman bemängeln könnte.

Ein großes Highlight ist der Schluss des Buches, der nach dem eigentlichen Ende des Falles spielt und bei dem auf wunderbar verspielte Weise einige irdische Traditionen veralbert werden. Auch Mallorys Widersacher Grundy nimmt einen gewichtigen Teil ein und gewinnt noch mehr an Substanz – eine Figur die man lieben oder hassen mag. Sofern der nächste Teil noch mehr Tiefgang in seiner Handlung und einige neue Elemente vorweist, kann man mit dieser Buchreihe auf in Zukunft nichts falsch machen.

Fazit:3
Ein Buch das sich locker und schnell lesen lässt, mehrfach ein Schmunzeln hervorruft und um einiges besser als der zweite Teil ist. Die Reihe besticht durch Humor und Skurrilität und hat das Potential zu einem richtigen Renner zu werden.

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