Klappe:
Die Festung Phylangan ist gefallen! Die Trolle haben ihren ehemaligen Königssitz zurückerobert und die Elfenkönigin Emerelle wurde von ihren Getreuen in Sicherheit gebracht. Um der Königin habhaft zu werden, schickt die Trollschamanin Skanga ihre Späher, die geisterhaften Yingiz, die Emerelles Fährte bis ins Fjordland zur Menschensiedlung Firnstayn folgen. Herzog Dumgar und der Rudelführer Orgrim erhalten den Auftrag, die Elfenherrscherin zu stellen koste es, was es wolle …
Meinung:
Von den ersten drei Teilen war ich ja nicht sonderlich begeistert. Mir hat es an Dynamik gefehlt und vor allem an einen spannenden Erzählstil. Nun der nächste Teil der Reihe in dem hoffentlich ein wenig was gut gemacht wird.
Nahtlos schließt der vierte am dritten Teil an. Die Geschichte mag noch immer nicht zu überzeugen. Die Rückblenden, Erzählungen und Hinweise auf das Geschehene, sowie ständige Sprünge helfen auch hier nicht wirklich um Spannung aufzubauen. Zwar bietet dieses Mal die Geschichte ein paar nette Momente und die Jagd durch das Eis ist gut geschildert, aber oft verleiten einen die Geschehnisse zum Augen verdrehen. Es wirkt, als wollte jemand einen Fantasyklassiker schreiben und hätte sich tierisch verrannt.
Es fällt mir wahnsinnig schwer, den Charakteren etwas abzugewinnen. Es sind einfach zu viele Klischees – von der alten Liebe, der aktuellen Liebe, dem Zwiespalt, der Ehre und den ach so heldenhaften Leuten, die aber alle ein mehr oder weniger dunkles Geheimnis bergen, oder eine markante Charakterschwäche zeigen, die sich irgendwann verheerend auswirkt. Da fehlt es gewaltig an Frische und dem einen Charakterzug, der den Zugang zu den Protagonisten ermöglicht.
Gegen die Umsetzung kann man nicht wirklich viel sagen. Die Musik ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber passt an sich ganz stimmig dazu. Die Sprecher liefern eine sehr gute Leistung ab.
Fazit: 
Für Fantasyfans, die nicht immer innovative Geschichten und Charaktere brauchen, ist das Hörspiel sicher kein Fehlgriff. Für den Rest bietet das Hörspiel aber nicht viel. Gegen Musik und Kulisse kann man nichts sagen – wirklich schön umgesetzt. Wenn die Geschichte ein wenig origineller wäre, könnte ich das Hörspiel ohne weiteres empfehlen.





