Dungeon Fighter

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dungeon FighterMensch wer wird denn hier beschrieben? Ja genau wir die Helden. Es stand also völlig außer Frage, dass wir dieses Spiel testen mussten, denn eine Entheldung ist als solches für uns völlig indiskutabel. So trafen sich also diejenigen, die das Herz der Helden bilden um sich erst einmal ausgiebig vorzubereiten.

Klappe:
Es kam die Zeit, als es keine echten Helden mehr gab. Nur noch zahnlose Scharlatane und kurzatmige Raufbolde ohne Schulabschluss durchstreiften das geplagte Land und zogen mit ihren erlogenen Geschichten über vermeintliche Heldentaten den Bürgern das sauer verdiente Gold aus den Taschen. Als dies dem König zu Ohren kam, fielen ihm vor Wut fast die Juwelen aus der Sonntagskrone.

Diese peinliche Entheldung des Landes war nicht hinzunehmen. So beschloss er, seine treuen Späher auszuschicken, die gefährlichsten Labyrinthe des Reiches ausfindig zu machen. Alsdann ließ er jeden Möchtegernhelden seines Landes ergreifen, dessen er habhaft werden konnte. Er warf das ganze Gesindel portionsweise in eines dieser uralten Labyrinthe. Dort sollten sie sich als wahre Helden erweisen oder mit ihren schimmligen Kadavern das schleimige Moos düngen. Man will es kaum glauben, genau ihr seid diese Helden.
Glückwunsch! Also kämpft oder ... düngt!

dungeon Fighter 2Meinung:
Mensch wer wird denn hier beschrieben? Ja genau wir die Helden. Es stand also völlig außer Frage, dass wir dieses Spiel testen mussten, denn eine Entheldung ist als solches für uns völlig indiskutabel. So trafen sich also diejenigen, die das Herz der Helden bilden um sich erst einmal ausgiebig vorzubereiten.
Der Grill wurde zu Höchstleistungen gebracht, damit wir dann auch voller Kraft in die Katakomben steigen konnten. Auch das ein oder andere Bier wurde dabei, natürlich ausschließlich zum Zwecke der Stärkung, konsumiert.

Der Blick in die Packung offenbarte etliches an Spielmaterial, welches meist aus dicker Pappe besteht und erst aus dem Stanzbogen gebrochen und zusammengebaut werden musste.
Das erfreuliche dabei, dass ganze ist sehr hochwertig und stabil, auch der komplizierteste Teil des Zusammenbaus, der große Kartenturm, passt dann zusammengebaut in den Spielkarton.
Außer dem Material aus der Box benötigt man noch einen möglichst großen Tisch, den man (Geheimtipp) mit eine dünnen Decke bestücken sollte.

Die Spieler übernehmen die Rolle von Helden (oder dem, was dieser Idee nahe kommt), um gemeinsam einen von Monstern besetzen Dungeon zu durchforsten und am Ende den üblen Endgegener zu stellen. Dabei winken neben Rum ähh Ruhm und Ehre natürlich auch noch zahlreiche Schätze und blaue Flecke. Diese aber eher für die Spieler, als für die Helden die sie darstellen.
Es finden sich die klassischen Charaktertypen, die man aus so ziemlich jeden Fantasy Rollenspiel kennt. Diese treten gemeinsam gegen den Dungeon, seine Bewohner und die Gesetze der Schwerkraft an.

Prinzipiell hat jeder Charakter spezielle Fähigkeiten, die aktiviert werden, wenn die drei Spielwürfel ein bestimmtes Symbol zeigen. Das wäre jetzt zu einfach, wenn hier nur gewürfelt werden würde, nein die Würfel müssen auch innerhalb einer Art Zielscheibe landen, die dann bestimmt, wie viel Schaden beispielsweise ein Angriff macht.
Noch zu einfach? Je nachdem wie tief man in den Dungeon vorgedrungen und auf welches Monster man trifft, müssen die Würfel auch noch in bestimmter Weise geworfen werden.
Es kann schon recht unterhaltsam sein, wenn man seinen Mitspielern zusieht wie sie versuchen einen Würfel mit der Nasenspitze erst gegen die Wand, dann auf den Tisch und schließlich auf die Zielscheibe zu werfen. (ja selbstverständlich in einem einzigen Wurf) Solche Kombinationen sind tatsächlich möglich.

Deshalb ist es auch wichtig, dass die Spieler sich genau abstimmen, wer wann welche Spezialfähigkeit einsetzt und für welches Monster sich die Bonuswürfel einsetzen lassen.
Dungeon Fighter ist also eine Art kooperatives Geschicklichkeitsspiel, welches ich also Spielprinzip so noch nicht kannte.

Die Regeln brauchen nur wenige Seiten und sind auch recht eingängig, so dass bereits die zweite Runde komplett flüssig ablaufen kann. Ja man will eine zweite Runde und eine dritte und...
Denn ohne das ein oder andere Trainingsspiel, werden die Helden eben bereits schon recht frühzeitig zu Dünger. Es bedarf einiges an Übung die Würfel erfolgreich ins Ziel zu bringen um gegen die Monsterhorden bestehen zu können.
Die Beschreibungen und Kartentexte sind witzig zu lesen, die grafische Gestaltung unterstützt hervorragend den Gedanken des Spiels. Leider hat sich der ein oder andere Übersetzungsbug eingeschlichen, der aber nicht wirklich stört, weil eigentlich immer klar ist, was gemeint ist.

Fazit:2
Ich bin normaler Weise, abseits des Rollenspiels,  kein Freund kooperativer Spiele, ich will gewinnen. Bei Dungeon Fighter ist das anders. In der richtigen Runde wird hier gelacht, angefeuert und hämisch über die Inkompetenz der Mitspieler gegrinst.
Als Partyspiel ist Dungeon Fighter bestens geeignet, besonders für Rollenspieler, den es verbindet Witz und Humor mit dem Erlebnis des klassischen Dungeoncrawls.

Letzte Änderung am Montag, 16 Juli 2012 18:15
Christoph

Christoph ist der Gründer von Helden.de und schon seit vielen Jahren mit dieser Webseite beschäftigt.
Neben Pen&Paper Rollenspielen interessiert er sich für Computerspiele (vor allem Adventure, MMORPG und RPG),
Fantasy und SF Literatur, schlechte Horrofilme und alles nerdige was er finden kann.

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