Der Greifenmagier - Land des Feuers (Neumeier, Rachel)

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Der Greifenmagier NeumeierDie Eismagier sind besiegt und die Greifen an der Macht. Doch es offenbart sich eine Chance das Blatt erneut zu wenden.

Klappe:
Die Geschichte geht weiter – dieses Mal aus der Sicht der Besiegten

Die Greifen haben gewonnen. Einst waren sie auf der Flucht vor den Eismagiern des Reiches Casmantium und fielen in Farabiand ein. Nun sind sie an der Macht. Doch die Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben, und jede Münze hat zwei Seiten. Der Casmantier Gerent weiß wenig vom Krieg. Aber die unerwartete Niederlage seines Landes gibt ihm die Chance, seiner unfreiwilligen Knechtschaft zu entrinnen. Auf seiner Flucht findet er das Land in Aufruhr und Bedrängnis. Denn die Greifen sehen sich in einer Position der Stärke, und sie sind nicht geneigt, zu vergeben und zu vergessen. Das Königreich ist in größter Gefahr. Und Gerent wird zum entscheidenden Faktor in dem verzweifelten Kampf zwischen den Greifen und dem letzten überlebenden Eismagier.

Autor:
Auf meiner Suche nach Information über Rachel Neumeier mußte ich leider feststellen, daß sie weder in der deutsch- noch englischsprachigen Wikipedia zu finden ist. Eventuell ist das darauf zurückzuführen, daß „erst“ fünf Bücher von ihr veröffentlicht wurden; mit einem  weiteren in Vorbereitung (Erscheinungsdatum Juli 2012). Auf ihrer Homepage wurde ich jedoch fündig.
Rachel Neumeier begann während ihres Master Studienganges Romane zu schreiben, um sich von ihren naturwissenschaftlichen Studien zu entspannen und ein Hobby zu finden, welches keinen Bezug zu ihrer Forschung hatte. Bevor sie ihren ersten Fantasy Roman verkaufte, hatte sie nur einige Artikel in Magazinen wie das „Amerikanische Botanikjournal“ (The American Journal of Botany) veröffentlicht. Nachdem sie jedoch feststellte, daß ihre Interessen doch nicht in der Forschung lagen, verließ sie die Welt der Wissenschaft und ließ stattdessen ihre Hobbys ihr Leben übernehmen.
Heute züchtet sie Hunde, arbeitet im Garten, kocht und findet gelegentlich die Zeit zum Lesen. Außerdem arbeitet sie Teilzeit in einem Förderunterrichtsprogramm an einem Community College, wo sie hauptsächlich Mathe, Chemie und Englische Literatur unterrichtet.

Meinung:
Tja, mit WOW ist da nichts mehr. Das Cover sieht zwar wieder sehr cool aus, aber mittlerweile weiß man bereits, daß es nichts mit dem Buch zu tun hat. Ich weiß auch nicht so genau, was der Titel der Trilogie wirklich mit dem Buch zu tun hat. Denn besagter Greifenmagier taucht das erste Mal auf Seite 426 von 507 auf. Dann unterhält er sich ein wenig, etwas später kommen ein paar Aktionen und dann – ist das Buch zu Ende.


Wie bereits im ersten Band ist der Greifenmagier auch gar nicht die eigentlich Hauptperson. Dieses Mal ist es der im Klappentext beschriebene Gerent, was mich gerade am Anfang des Buches sehr verwirrt hatte. Aber wie immer: Der Anfang einer jeglichen Katastrophe ist eine besch… eidene Vermutung. Ich hatte vermutet, daß die Geschichte mit Kes und Bertraud weiterginge (ich hatte wie immer den Klappentext nicht gelesen), aber die Seiten und damit die Geschichte zogen nur so dahin und es ging immer noch nur um Gerent.


OK, irgendwann wurde Fürst Bertraud in die Handlungen eingeflochten und das grundsätzlich auch gar nicht schlecht. Auch Kes wird kurz erwähnt, hat aber, soweit ich mich erinnere, nicht einmal eine Zeile wörtliche Rede. Kurze Pause. Ah, ich muß mich korrigieren. Nach intensiver Suche habe ich einen Satz auf Seite 446 gefunden.


Soweit zur erzählten Geschichte. Jetzt zum Hintergrund. Dieses Mal spielt die Handlung in einem von zwei Nachbarländern, woraus ich schließe, daß der dritte Teil dann im bisher nur erwähnten Land spielen wird. Also wohl wieder komplett mit neuen Charakteren und Fähigkeiten. Das würde die Vorstellung der erfundenen Welt abrunden, aber der Geschichte wenig zutragen. Hier geht es weniger um das Verständnis für Tiere als um die Gabe des Schaffens. Hier können Personen besonders gut mit bestimmten Materialien umgehen. Also zum Beispiel ein Metallflüsterer, der ein Messer dazu bringt, daß seine Klinge schärfer wird, oder ähnliches.

7Fazit:
Nachdem ich den ersten Teil als verlängerten Prolog bezeichnet habe, in der Hoffnung, daß es im zweiten Teil „so richtig los ginge“, wurde ich leider maßlos enttäuscht. Zusammen mit viel durch die Charaktere ausformulierte Magietheorie ist Land des Feuers ein tolles Quellenbuch, wenn man ein neues Rollenspielsetting braucht, aber eben kein guter Roman.
Ich freue mich nicht wirklich auf den dritten Teil, werde ihn aber alleine aus Neugier lesen. Wer mir durch den zweiten Band gefolgt ist, möge es mir gleich tun, damit wir uns zusammen auf meine letzte Rezension dieser Trilogie „freuen“ können.

Tobias Haase

Ich bin ich, aber manchmal auch er. In sehr seltenen Fällen auch sie.

Soll heißen, es gibt mich in diesem uninteressanten Paralleluniversum namens Reallife, aber auch in diversen Rollenspielen.

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