Im Mond des Styx (Lohmann, Alexander)

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Mond des Styx LohmannIn einer Welt mit vielen Monden kann es sehr finster sein… Eine düstere Prophezeiung, alte Götter und gierige Dämonen, deren Schicksal sich über dem blutigen Mond des Styx erfüllen wird.

Klappe:
Vor langer Zeit bedrohten Dämonen die Welt unter den zwei Monden. Es kam zu einem Bündnis der Stämme, und die Menschen besiegten die Dämonen an den Ufern des Lethe. Damals starb der Fürst der Dämonen erst, als er vom Helden der Stämme in Stücke geschlagen war.

So berichtet es die Legende. Seit einiger Zeit steht der Mond des Styx rot am Himmel. Das ist kein gutes Zeichen. Denn die Legende berichtet auch, dass dann der Dämon zurückkehren wird ...

Autor:
Der deutsche Fantasy-Roman Autor studierte vor seinem Werdegang als Autor Germanistik und Geschichte und war im Anschluss als Lektor beim Bastei-Lübbe-Verlag und einigen Zeitschriften tätig. Lohmanns erste Veröffentlichung war der Roman „Die Mühle der Tränen“ aus der Welt des Schwarzen Auges, dem ein weiterer folgte und dann weitere Romane im High-Fantasy-Bereich. Mit seiner Lebensgefährtin lebt er in Leichlingen und will sich bei seinen nächsten Roman wieder dem High-Fantasy-Genre zuzuwenden.

Meinung:
Eine blutige Schlacht tobt … düster und dreckig wird dem Leser direkt ein tiefer Einblick in den Stil und die Stimmung des Romans geboten. Auch im weiteren Verlauf weicht der Autor nicht von der düsteren Fantasy-Welt ab, einer Welt in der kein Gut oder Böse sondern nur das Überleben zählt. In der selbst die Protagonisten keine strahlenden weißen Ritter sind, sondern eigenwillige, fast skurrile Charaktere mit selbstsüchtigen und teilweise nur allzu menschlichen Zielen und Bedürfnissen sind. Der Roman ist eine in sich geschlossene Geschichte, in welcher der Buschläufer und Stammeskrieger Gontas zunächst das Verschwinden des Findelkindes Halime nutzt, um dem deprimierenden Frieden nach seinen glorreichen Kämpfen zu entgehen. Doch bald stellt sich heraus, dass mehr hinter dem kleinen Mädchen steckt, dass sie gar der Schlüssel zu der Zitadelle der alten Götter ist, welche das Tor zur Welt der Dämonen öffnen und die Welt in ihr Ende stürzen könnte. Doch Gontas selbst spürt bald, dass auch er mehr zu sein scheint, als nur ein einfacher Buschläufer und kann sich bald selbst nicht mehr trauen.

Die Geschichte um die Herkunft der alten Götter und die treibenden Mächte im Hintergrund ist von Beginn an spannend und lässt nach der Auflösung der angedeuteten Geheimnisse und Geschichten lechzen. Temporeich führt der Autor durch verschiedene Schauplätze, Kämpfe und andere Konfrontationen, während die Geschichte meist aus dem Blickwinkel von drei verschiedenen Fraktionen erzählt wird: die Söldner Tori und Mart, Gontas der Steppenläufer sowie die Sternseherin Swetja. Dabei kommt keine Sekunde Langweile auf, da die Handlungsstränge untrennbar miteinander verwoben sind, was sich aber erst im Verlauf des Buches deutlicher heraus stellt. Das Söldnerpaar Tori und Mart ist einzigartig – man sieht sie praktisch vor sich, vielleicht nicht unbedingt sympathisch aber mit Ecken und Kanten, deren Miteinander am Ende in einer wirklich unerwarteten Szene konfrontiert wird. Neben ihnen und Gontas verblassen manchmal die anderen Charaktere, wobei gerade der Dragoner Borija zum Ende der Geschichte noch einmal für interessante Wendungen sorgt.

Nie mag man eindeutig vorauszusehen, wie sich die Charaktere als nächstes verhalten und diese Ungewissheit und Spannung sorgt dafür, dass der Leser immer noch gespannt auf das Ende der Geschichte bleibt. Denn aufgrund der Eingangsgeschichte und der ständig präsenten Prophezeiung vom drohenden Kataklysmus ist schnell klar, wohin die Reise und Handlung des Buches führen wird.

Fazit:2
Wer eine Mischung aus Conan und Joe Abercrombie mit einem winzigen Hauch Science Fiction sucht, der wird dieses Buch keine Sekunde aus der Hand legen wollen und nach mehr verlangen. Es besticht durch sein Tempo, die überraschenden Wendungen und Erkenntnisse der Charaktere aber auch die Darstellung der agierenden Personen. Ein zu dünnes Fell sollte man aber nicht haben, denn es geht blutig und dreckig in dieser Welt zu.

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