Ich will dich nicht töten (Wells, Dan)

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ich will dich nicht toeten wellsEin Zwiespalt eines Jugendlichen, der geboren ist um zu töten. Was, wenn dieser sich Hals über Kopf in ein Mädchen verliebt? Und was, wenn der Drang sie zu töten droht übermächtig zu werden?

Klappe:
Ich heiße John Cleaver, bin sechzehn Jahre alt und verliebt. In Marci, das heißeste Mädchen der Schule. Sie will mit mir ausgehen. Wäre ich ein normaler Junge, wäre also alles in Ordnung. Doch ich bin nicht normal. Ich träume von Feuer, Gewalt und Tod. Ich bin ein Killer. Und ich habe Angst um Marci. Denn ich will sie nicht töten. Doch habe ich eine andere Wahl?

Autor:
Dan Wells schuf mit seinem ersten Roman „ „Ich bin kein Serienkiller“ eine recht ungewöhnliche Aufarbeitung des Themas Horror und  Geschichten um Serienmörder. In Salt Lake City am 04.03.1977 geboren studierte der überzeugte Mormone Englisch an der Briham Young University in Provo (Utha). Eine zeitlang war Redakteur bei dem Science-Fiction Magazin „The Leading Edge“ und lebt derzeit mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Orem (Utah).

Meinung:
Nach den ersten beiden Teilen („Ich bin kein Serienkiller“ und „Mr. Monster“) schließt dieser Teil nun die Reihe um John Cleaver. Auch ohne Kenntnis der beiden ersten Teile findet man schnell in die Geschichte und Stimmung der Handlung hinein doch leider birgt der Abschluss der Trilogie auch keine großen Überraschungen mehr.

Hauptdarsteller ist der junge John, der sich bewusst darüber ist dass er ein Soziopath ist und mittels ausgeklügelter Regeln und Selbstbeherrschung seine „dunkle Seite“ im Zaum hält. In der Kleinstadt Clayton wartet er nun nach den letzten Ereignissen in Band 1 und 2 auf das Erscheinen des Dämons, den er im Abschluss von Band 2 herausgefordert hat. Tatsächlich ereignen sich bald darauf neue Morde in der von Serienkillern geplagten Kleinstadt und auch die Selbstmorde von jungen Mädchen, die John auf die Spur von „Niemand“ (so bezeichnet er den Dämon) bringen. Doch auch als sich ihm bei seiner Dämonenjagd überraschend seine bildhübsche Schulkameradin Marci anschließt, bergen die jüngsten Geschehnisse zunächst mehr Fragen als Antworten.

Die Handlung wird komplett aus Sicht von John Cleaver aus seiner Perspektive erzählt, was leider oft in langen Spekulationen und Selbstgeiselungen gipfelt. Wieder fällt auf, dass das Thema des Buchs so gar nicht zu der einfachen und eher für ein Jugendbuch passenden Sprache harmoniert. Zwar passt dies wohl zu dem Gedankengut des Sechzehnjährigen, birgt aber immer wieder Irritationen und lässt den Roman leider etwas flach und farblos erscheinen. Auch alle anderen Personen neben John wirken etwas farblos, da dieser so präsent und ungewöhnlich ist, dass er eigentlich allen die Show stielt.  Dies passt aber sowohl zur Geschichte als auch zum Ende der Reihe und ist nicht unbedingt als Minuspunkt anzurechnen. Generell findet der Leser nun endlich mehr über die sogenannten Dämonen heraus und es stellt sich gerade gen Ende eine sehr überraschende Erkenntnis über die Beweggründe und Denkweisen dieser Wesen – besonders von Niemand – heraus.

Fazit:7
Die interessante und vielversprechende Idee des Zyklus wäre in einer erwachsenen Sprache, Figuren mit mehr Tiefgang und etwas weniger Kehrtwendungen ein geniales Lesevergnügen geworden. Dennoch bleiben dem Leser die erfrischende Gedankenwelt der Hauptperson und die ungewöhnliche Umarbeitung des Hauptthemas, sowie ein angemessenes und vor allem passendes skurriles Ende für die Trilogie.

Weitere Informationen

  • Autor: Alpers, Hans-Joachim

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