Die Frau in Schwarz (Hill, Susan)

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Die Frau in SchwarzDas Buch zum Film mit Daniel Radcliff.

Der junge Londoner anwalt Arthur Kipps ahnt nicht was auf ihn zukommt, als seine Kanzlei ihn beauftragt, in einen verschlafenen Ort zu reisen, um den Nachlass der kürzlich verstorbenen Besitzerin von Eel Marsh House aufzulösen. Bald schon begegnet er einer mysteriösen Frau in Schwarz, die ihn auf ein finsteres Geheimnis hinweist.


Inhalt:
Der junge Anwalt Arthur Kipps reist in eine gottverlassene Gegend, um den Nachlass einer verstorbenen Klientin zu ordnen. In dem Haus mitten im Moor stößt er auf lang gehütete Geheimnisse und begegnet immer wieder einer mysteriösen Frau in Schwarz. Als er dann auch noch geheimnisvolle Stimmen hört, ahnt er, dass er einem grauenvollen Geschehen auf der Spur ist...

Autorin:
Susan Hill, geboren 1942 in Yorkshire, ist eine der bekanntesten Autorinnen Englands. Nach zahlreichen literarischen Romanen, Novellen und Jugendbüchern begeistert sie mit der Kriminalserie um Simon Serrailler derzeit eine riesige Fangemeinde. Susan Hill lebt mit ihrer Familie in einem Landhaus in Gloucestershire.

Meinung:
Manchmal sind es die schlichten Dinge im Leben, die das Besondere ausmachen. So ist es auch hier: Susan Hill präsentiert mit „Die Frau in Schwarz“ eine klassische Geistergeschichte, die voll und ganz auf den Gänsehautfaktor setzt. Langsam baut die Autorin im Laufe der gut 200 Seiten die Atmosphäre auf und erreicht dies mit einer präzisen, beschreibenden Sprache, die den Leser geradezu ins Geschehen hineinsaugt – fast so wie Treibsand seine Opfer. Man fiebert mit der Hauptperson, dem jungen Anwalt Arthur Kipps, und erlebt jeden seiner Schritte hautnah mit. Jedes Knarren einer Tür, jede Beobachtung aus dem Augenwinkel, alles führt dazu, dass der Leser wie Kipps selbst an seiner Wahrnehmung zweifelt und versucht, die Gratwanderung zwischen Rationalismus und Geisterglaube gesund zu überstehen.

Die Geschichte im fast schon antiquiert wirkenden Gewand hat aber auch heute noch ihre Anhänger: so wurde sie 2011 mit Daniel Radcliffe (bekannt aus „Harry Potter“) in der Hauptrolle verfilmt – zurecht, denn dieses Kleinod der Gruselliteratur darf nicht in der Versenkung verschwinden.

Wer atmosphärische Schilderungen englischer Landschaften, ihrer Bewohner und ihrem mitunter schrullig wirkenden Verhalten mag, der fühlt sich bei diesem Buch sehr gut aufgehoben und lässt sich einen wohligen Schauer den Rücken herunterrieseln.

Fazit:2
Klassische Geistergeschichte, die ohne blutrünstige Effekte auskommt und einen angenehmen Schauer erzeugt. Das Buch ist bevorzugt an einem nebligen Novembernachmittag zu lesen.

Weitere Informationen

  • Autor: Alpers, Hans-Joachim

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