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Der elektronische Mönch (Somers, Jeff)

Der elektronische Mönch (Somers, Jeff) Klappe:

Inhalt
Avery Cates ist ein sehr schlechter Mensch. Manche würden ihn als Kriminellen bezeichnen. Er ist sogar bereit zu töten - solange die Bezahlung stimmt. Doch momentan hat Avery Cates Angst. Er muss den elektrischen Mönchen entkommen: Cyborgs mit menschlichen Gehirnen, verbesserten Roboterkörpern und einem beachtlichen Waffenarsenal. Ihre Mission: Alles und jeden zur Cyber-Kirche zu konvertieren. Die Sache hat nur einen Haken: Die Konvertierung bedeutet den sicheren Tod.

Autor

Jeff Somers wurde in New Jersey geboren, wo er noch heute lebt. Nach seinem College-Abschluss arbeitete er als Lektoratsassistent für einen Verleger von medizinischen Fachbüchern in New York. Seit 1995 publiziert er sein eigenes Magazin The Inner Swine. Er hat speziell für dieses Buch eine Webseite gestaltet: www.the-electric-church.com


Meinung:

Oh, ja, auch, wenn ich nicht sterben musste. In diesem Buch wird mit einer herrlich trockenen Sprache ein düsteres Bild von der Zukunft gezeichnet: technisch gesehen liegt die Welt in Trümmern und nur eine Elite kann sich noch ein Leben im Luxus leisten. Doch es geht nicht um diese Elite. Es geht um die Bevölkerung auf der Straße, die sich in klassischer Manier in einer heruntergekommenen Welt aus Gewalt, Kriminalität und Polizeiwillkür um ihr reines Überleben kümmern muss. In dieser Welt gilt bereits als Held, wer es schafft, 27 Jahre alt zu werden – was bei einem Job als Auftragskiller gefühlte 70 Jahre unserer Zeitrechnung sein müssen. Ein solcher Held ist Avery Cates, nur weiß er es nicht. Denn er darf gegen die „Elektrische Kirche“ antreten. Diese ist eine junge, aufstrebende Glaubensgemeischaft, bei der allerdings nicht ganz sicher ist, wie sie ihre Mitglieder rekrutiert. Bis Avery es herausfindet. Und schon steckt er in einem Abenteuer, das er selbst nicht mehr kontrollieren kann.

An dieser Stelle eine kleine Anmerkung an die Übersetzer: da Jeff Somers schon ausdrücklich darauf hinweist, dass er sich beim Titel von Douglas Adams hat inspirieren lassen, hätte das Buch wenigstens „Der elektrische Mönch“ lauten müssen (Original: The Electric Church).

Aber machen wir mit dem Buch weiter. Gegen Ende spitzt sich die Situation natürlich dramatisch zu, aber selbst, als sich die Ereignisse überschlagen (oder besser: es eben gerade nicht tun), behält Jeff Somers seinen trockenen Erzählstil bei, der allein es wert ist, das Buch zu lesen. Form und Inhalt passen hier hervorragend zusammen. Der Nachfolger „Die Digitale Seuche“ ist bereits bestellt.

Fazit:
Erfrischendes Debüt, trocken erzählt, macht Lust auf Mehr... nur nicht auf die Zukunft. Oder doch? Denn Insekten seid Ihr alle, ein Insekt bin ich. Ihr wisst nicht, worum es geht? Ja, dann holt Euch endlich das Buch!







mbf

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Statistik:
gelesen: 265 mal
Wörter: 638
geschrieben am: Sat, 24 Apr 2010
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