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Der Cthulhu-Mythos 1917 – 1975 (Festa, Frank)



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Klappe:
Diese zweibändige Sammlung im Rahmen der „Bibliothek des Schreckens“ (2. Band: Der Cthulhu-Mythos 1976 - 2002, Anm. d. Red.) vereint in chronologischer Reihenfolge Erzählungen von Howard Phillips Lovecraft und anderen Meistern des Schreckens zum unsterblichen Mythos um den großen alten Cthulhu und seine dämonische Brut, die einst aus den Tiefen des Alls in unsere Welt drang , um sie zu beherrschen.


Inhalt:
1917 – H. P. Lovecraft: Dagon
1928 – H. P. Lovecraft: Der Ruf des Cthulhu
1929 – Frank Belknap Long: Die Hunde von Tindalos
1931 – Robert E. Howard: Der schwarze Stein
1933 – August Derleth: Der Windläufer
1933 – Clark Ashton Smith: Ubbo-Sathla
1935 – Robert Bloch: Das Grauen von den Sternen
1937 – Henry Kuttner: Der Schrecken von Salem
1950 – D. R. Smith: Warum Abdul Al Hazred dem Wahnsinn verfiel
1962 – Ramsey Campbell: Die Kirche in der High Street
1963 – J. G. Warner: Der Titan in der Gruft
1974 – David C. Smith: Das Siegel des Kutullu
1975 – Brian Lumley: Herr des Windes


Meinung:
Auf 272 Seiten wird dem Leser eine Vielzahl an Geschichten rund um den von Howard Phillips Lovecraft kreierten und jedem Rollenspieler bekannten Cthulhu-Mythos präsentiert. Insbesondere geht es bei dem insgesamt zweibändigen Sammelwerk um die Bandbreite und die Entwicklung, die dieser Mythos durch die Geschichte bei den unterschiedlichen Autoren erfahren hat.

Das Buch beginnt mit 2 Klassikern vom Großmeister selbst, bevor bekannte Autoren wie Robert E. Howard oder Robert Bloch zu Wort kommen. Die Auswahl der Geschichten ist durchaus willkürlich, denn jeder der zitierten Autoren hat noch zahlreiche weitere Werke im Rahmen des Mythos verfasst. Aber das Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es soll einen Überblick verschaffen. Einen Überblick über den Kometenschweif, den Lovecraft angeregt hat. Diesem Anspruch kommt das Buch in hervorragender Art und Weise nach, wenn man mal von D. R. Smith’s Geschichte absieht, die für mich den bei Sammelbänden meist vorhandenen Ausreißer nach unten darstellt. Diese Geschichte spielt zwar mit dem Cthulhu-Mythos, spiegelt aber nicht den Geist des Mythos wieder.

Sei’s drum, der Rest der Auswahl ist mehr als gelungen, zeigt aber auch, dass es den Nachfolgern durchaus schwer fällt, an die zyklopische Sprachgewalt von Lovecraft anzuknüpfen. Seine starke, adjektivreiche Spache wird nur selten erfolgreich nachgeahmt. Es bleibt aber festzuhalten, dass die im Buch versammelten Autoren die Idee hinter dem Mythos sehr gut aufgegriffen haben und Hauptpersonen der Geschichten („Helden“ möchte ich sie nicht nennen) ordnungsgemäß dem Wahnsinn überantworten - oder dem Tod, wenn sie Glück haben.

Tja, und so liest man sich fröhlich durch den Verfall den menschlichen Geistes hindurch und bedauert, dass das Buch nicht länger ist. Aber es gibt ja noch Band 2, der bereits bestellt ist. Und noch weitere, spezielle Bände, die den einzelnen Autoren gewidmet sind. Ach ja, Zeit zum Lesen müsste man haben...


Fazit:
Eine gelungene Sammlung, die als erstklassiger Appetithappen für diejenigen Lovecraft-Fans dient, die sich auch über die Originalwerke hinweg dem Wahnsinn ergeben möchten.



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gelesen: 100 mal
Wörter: 687
geschrieben am: Sun, 8 Jan 2012
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