Helden.de » Reviews » Romane » Thriller » Teufelssohn (Kastner, Jörg)
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Klappe: Inhalt Der ehemalige Jesuit Paul Kadrell muss befürchten, ein Nachfahre Satans zu sein. Er ist kurz davor, seinem Leben ein Ende zu setzen, da erfährt er, dass Claudia Bianchi, Kommisarin in Rom, ein Kind von ihm erwartet. Was eigentlich ein Grund zur Freude sein sollte, wird für Paul und Claudia zum Alptraum: Trägt auch ihr Kind die Saat des Bösen in sich? In Rom stoßen die beiden auf eine uralte Prophezeihung, die die Wiederkehr eines dunklen Gottes vorhersagt... Autor Jörg Kastner, geboren 1962 in Minden an der Weser, hat nach erfolgreichem Jurastudium aus der Liebe zumn Schreiben einen Beruf gemacht. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in zwölf Sprachen übersetzt, sind seine Bücher auch im Ausland sehr erfolgreich. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Corinna Kastner, in Hannover. |
Hat mich das Buch dazu gebracht, mich dem Glauben an Jörg Kastner anzuschließen, in das Loblied zur Preisung seiner Schöpfung einzustimmen oder bin ich einer jener Ketzer, die das Heilige verleugnen?
Nun, ein wenig von beidem. Sicher ist festzuhalten, dass Jörg Kastner gut schreiben kann und einen Erzählstil pflegt, der dem Genre des Thriller angemessen ist.
Das Buch lässt sich flüssig und in einem Rutsch durchlesen, ohne dass es Längen aufweist. Damit hebt es sich durchaus positiv aus der Riege so mancher Krimiautoren ab, die es regelmäßig schaffen, den Leser zu langweilen.
Meine Kritik setzt an anderer Stelle an, an der Story selbst. Geheimgesellschaften, Dämonen, alte Götter, Höhlen mit uralten Prophezeihungen, telepathische Fähigkeiten, getrennte und wiedervereinte Geschwister: Realität, Religion und Mystik geben sich in diesem Buch die Klinke in die Hand. Doch irgendwie springt hierbei für mich als Rollenspieler der Funke nicht über.
Vielleicht stecke ich zu tief in diesem Genre, um eine echte Überraschung zu erleben, wenn lang verschollene Familienmitglieder sich als Anführer einer Sekte, die einem alten Gott huldigt und die katholische Kirche stürzen möchte, entpuppt.
Vielleicht ist die Story angesichts der Möglichkeiten doch einen Tick zu linear, um die sich angesichts des Hintergrundes bildenen Möglichkeiten auszureizen. Auch das Ende ist zu schnell, zu endgültig, um einen Showdown mit all den Möglichkeiten einer geheimen Sekte voll auszukosten.
So bleibt leider nur eine zwar gut geschriebene, aber unter dem Strich unspektakuläre Geschichte übrig. Was aber den Rollenspieler in mir nicht daran hindern muss, mal den Versuch zu starten, diese Hintergrund zu adaptieren... Deswegen gibt es noch die Note 2 dafür, sonst wäre die Bewertung etwas abgerutscht.
| Fazit: Ein solides Stück Thriller, das sich zwar gut lesen lässt, aber letztendlich nicht völlig überzeugt. mbf |
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gelesen: 289 mal
Wörter: 654
geschrieben am: Sat, 24 Apr 2010
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