Helden.de » Reviews » Horbuch-horspiel » Dorian Hunter 16 - Der Moloch
Hauptautoren der Heftreihe „Dämonenkiller“ um den Titelhelden Dorian Hunter waren Ernst Vlcek, Walter Appel und Kurz Luif. Sie verfassten zwei Drittel der gesamten Reihe, während viele Andere Autoren ebenfalls einzelne Abenteuer zu Blatt brachten. Dorian Hunter besticht dadurch, dass es sich bei den Folgen nicht um Einzelabenteuer handelt, sondern dass mehrere Bände einen Zyklus bilden. Die Serie wurde sehr plötzlich nach dem 143. Band eingestellt, da drei Teile auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt wurden.
Das ist starker Tobak und ich war wirklich sehr erstaunt, als ich das gerade u.a. auf Wikipedia.de gelesen habe. Zwar ist „Dämonenkiller“ nicht unbedingt etwas, das ich einem Kind geben würde, aber man kann es mit seiner Vorsicht durchaus übertreiben! Wie dem auch sei, das im November 2011 erschienene Hörspiel ist hier von Interesse und dabei habe ich noch nicht gehört, dass irgendwelche Zensuren vorgenommen werden sollen, aber es ist erst ab 18 Jahre.
Der Klappentext ist leider nicht sonderlich aussagekräftig. Bereits in „Die Teufelsinsel“ hat man über das Verschwinden Hunters erfahren und auch, welches Ziel er verfolgt. Interessant ist hingegen, dass er eine neue Verbündete bekommen hat und Hilfe bei einem sehr reichen Bekannten mit ausschweifendem Leben sucht. Asmodi, der Widersacher Hunters, hetzt eine Bestie auf das Schiff, das der Dämonenkiller kurzerhand von seinem Vertrauten übernommen hat. Die gesamte Besatzung, sowohl Schiffspersonal, Gäste des Vertrauten, als auch Dorian Hunter und der Journalist Melville müssen sich einer unbekannten Gefahr gegenüber stellen.
Auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, dass man die Horrorhefte, durch das auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften setzen, den Gar ausgemacht hat, ist eine Altersbegrenzung von 18 Jahren durchaus sinnvoll. Es geht zur Sache, die Wortwahl ist nicht kinderfreundlich und auch das Handeln des „Helden“ lässt Spielraum für Diskussionen. Aber bei all diesen weichgespülten Liebes(vampir)geschichten und „Teddybär“ – Horror ist Dorian Hunter ein Lichtblick für jeden, der endlich wieder etwas Handfestes braucht. Knallharte Horroraktion ist das Motto und wird wieder ebenso knallhart durchgezogen. Weg von dem Romantikgedöns, hin zu einem Dämonengemetzel!
Die Gesamtgeschichte ist einsame Klasse. Allerdings sind nicht alle Folgen gleichspannend. „Der Moloch“ ist, verglichen mit den anderen Hörspielen, eine der Schwächeren. Sie ist nicht essentiell für den Plott, sondern nur eine Zwischensequenz und das merkt man ihr auch an. Allerdings wird hier Asmodis Reaktion auf Hunters Provokation geschildert. Es unlogisch, würde Asmodi nicht versuchen Hunter aufzuhalten. Die Folge 16 hat damit durchaus ihre Daseinsberechtigung, nur ist sie zu offen, um die Spannung der vergangenen Folgen zu halten.
Werde ich langsam müde, zum Thema Akustik immer das Gleiche zu schreiben? Irgendwie schon, aber es will ja zu jeder Folge etwas darüber geschrieben sein. Es lässt sich nicht viel bemängeln, nur hat es Folgenreich leider noch immer nicht geschafft, die Distanzen angemessen zu regeln. Ist eine Figur weiter entfernt, ist sie stellenweise zu leise, um gut verstanden zu werden. Da sollte nachgebessert werden. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln. Unter anderen liefern Thomas Schmuckert, Dieter Klebsch (Dr. House) und Oliver Kalkofe wieder eine grandiose Arbeit ab. Folgenreich hat sich einige herausragende Synchronsprecher gesucht, die keine negative Kritik zulassen. Klasse Arbeit, die sich auch in der sonstigen Akustik fortsetzt. Die jeweiligen Szenen werden durch die musikalische Untermalung und Geräuschkulisse hervorragend inszeniert. Da matscht es auch gerne mal und für Erotik ist auch noch Platz. Beide Daumen nach oben!
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Fazit: |
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gelesen: 77 mal
Wörter: 920
geschrieben am: Wed, 11 Jan 2012
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Artikel bewerten: 4.5 von 5 Punkten
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