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Abenteuer schneller vorbereiten - 5. Improvisiere was gebraucht wird

Improvisiere NSCs
Manche Spielleiter geben sich viel M?he damit, Nichtspielercharaktere auszuarbeiten, ihre Hintergrundgeschichten zu formulieren und Spielwerte aufzustellen. Oft ist das Arbeit, die man sich gut sparen kann.

Wenn du die Hintergrundgeschichte, die Pers?nlichkeit und das Auftreten eines NSCs ben?tigst, denke einfach an Filme oder B?cher, die einen vergleichbaren Plot wie dein Abenteuer aufweisen. Spiele Charaktere aus bekannten Geschichten nach, verwende ihre Biographien, ihr Auftreten und ver?ndere alles ein bisschen, damit deine Spieler nicht merken, wo du dir dene Charaktere geliehen hast. F?r die meisten Nichtspielercharaktere brauchst du im Abenteuer auch keine Spielwerte. Wenn sie einmal notwendig werden, denke in Typen von Charakteren, nicht an Individuen. Ist der Charakter eher unterdurchschnittlich, durchschnittlich oder ?berdurchschnittlich?

Leg dir in einem Hinterst?bchen deines Ged?chtnisses einfach in groben Z?gen entsprechende Werte f?r ihn zurecht und nimm Entscheidungen, die du per W?rfelwurf bestimmst, nicht zu genau. Oft ist es viel besser, die Reaktionen oder auch das Kampfgeschick von NSCs der Situation anzupassen, als nur die W?rfel entscheiden zu lassen.

Spiele NSCs nicht fair oder unfair, nicht regelgerecht, sondern spiele sie dramatisch, sodass sie dazu beitragen, den Konflikt einer Szene zu steigern. Das kann manchmal bedeuten, dass ein NSC, der eigentlich regeltechnisch schon gestorben sein m?sste, doch noch weiter k?mpft oder dass ein unterdurchschnittlicher Nichtspielercharakter ?ber sich hinaus wachsen muss, um f?r die Spielercharaktere ein w?rdiger Gegner zu sein - weil die Szene sonst vielleicht zu langweilig w?re.

Improvisiere Grundrisse
Viele Spielleiter verwenden eine Menge Zeit darauf, ausf?hrliche Grundrisse von Geb?uden aufzuzeichnen und sie unter Umst?nden auch noch graphisch ansprechend zu gestalten. So ein Eifer ist lobenswert, frisst aber auf Dauer eine Menge Zeit und Energie.

Gibst du dir mit deinen Grundrissen sehr viel M?he, besteht die Gefahr, dass du versuchst, deine Spieler dahingehend zu beeinflussen, dass ihre Charaktere diese Geb?ude auch "besichtigen". Unter Umst?nden engst du damit, ohne es vielleicht bewusst zu merken, ihre Entscheidungsfreiheiten ein - aus dem verst?ndlichen Bed?rfnis, deine Werke auch zu pr?sentieren. Versuche lieber in diesem Punkt flexibel zu sein.

Erstens kannst du sowieso nicht f?r jeden Schauplatz, den die Spielercharaktere im Laufe einer Kampagne betreten, einen Grundriss parat haben und zweitens wird sich ein viel lockereres und f?r die Spieler interessanteres Spiel ergeben, wenn du keine vorgefertigten Geb?udepl?ne f?r jede Situation parat hast.

Versuche lieber, Geb?udepl?ne zu improvisieren. Dazu nimmst du einfach Grundrisse, die du bereits kennst, und ver?nderst sie geringf?gig. Das kann im Zweifelsfall sogar der Grundriss deiner eigenen Wohnung sein. In den meisten F?llen bemerken die Spieler das nicht. Au?erdem ist es auch nur wahrscheinlich, das bestimmte Geb?udetypen, wie Apartments, Tavernen oder Burgen ?hnliche Grundrisse besitzen.

Anstatt dir selbst die M?he zu machen, solche Grundrisse vorzubereiten, kannst du auf entsprechende Quellenb?cher zur?ckgreifen. In einigen Publikationen stellen andere Autoren Grundrisse f?r viele Gelegenheiten parat, die du schlie?lich in einer entsprechenden Situation einfach nur geschickt ins Abenteuer einbauen musst. Das Beste ist, du l?sst deinen Blick durch solche Grundrisssamlungen schweifen, pr?gst dir hier und da ein paar Details ein und improvisierst deine Geb?ude sp?ter im Spiel. Jedenfalls kannst du beim Zeichnen von Grundrisspl?nen die meiste Zeit f?r deine Vorbereitungen einsparen.

MJ