Ich war schon ein recht erfahrener DSA-Meister, als ich das erste Mal AD&D meistern durfte (sollte). Erfahren schimpfte ich mich, weil ich immerhin die Phileasson-Saga durchgemeistert hatte, was immerhin zw?lf verkn?pfte Abenteuer sind, bei der man mal sanft und mal brutal die Helden auf Kurs bringen mu?, damit der Handlungsstrang ablaufen kann.
Mein Problem war aber damals (wie teilweise noch heute), da? ich mit hochstufigen Helden kaum umgehen konnte. Ich leg?s nicht drauf an, da? Helden weggesprengt, versteinert oder aufgel?st werden, daher war ich anfangs etwas zahm und habe nur sehr leicht ?berwindbare Gegner geschickt ? was wohl ein Fehler war, denn die Helden wurden ?berm?tig.
Die Truppe bestand aus einem Stufe-8-Chevalier, einem etwa Stufe 8/7-Klingens?nger und einem weiteren Stufe-8-K?mpfer aus der Anauroch. Es war, wie gesagt, meine erste AD&D-Truppe und es war eine erlesene Auswahl an Kampfmaschinen.
Die 6-Abenteuer-Kampagne fand in ?meiner? Region, dem Vilhon Reach, statt. Es gab da einen Ort namens Nonthal?s Hold, in der ein Magier namens Nonthal sein Haus mit Teleport-Barierren umz?unt hat. Mit den richtigen Passw?rtern kann man jedoch durch und sich den gesamten Besitz den Magiers aneignen. Zusammen mit einer Schreckensvision von einem von Shar und Cyric beherrschten Turmish und dem guten, alten Pl?nderbewu?tsein von Helden gab es somit genug Motivation.
Zun?chst marschierten die Helden nach Jathrin?s Jump, wo es den ersten Satz Passw?rter gab. Dazu mu?ten sie sich nur durch einen 4-Ebenen-Dungeon durchpr?geln und einen Leichnam und einen Geist niedermetzeln. Es war mein Fehler, die Kampfkraft der Helden zu untersch?tzen. Normalerweise sollte ein Leichnam mit zahllosen Dienern umringt sein und seine Schutzzauber schon hochgefahren haben. Aber nachdem ich mir den Leichnam durchgelesen hatte, hielt ich ihn f?r so stark, da? es den Helden selbst bei drei gegen einen sehr schwer fallen m??te, ihn plattzumachen. (Mein st?rkster Held war damals ein Stufe 5-Krieger).
Ich hatte mir zwar die lange Liste an magischen Gegenst?nden, Waffen, R?stungen, Ringen und die Zauber etc. erkl?ren lassen, aber wer kann sich das alles schon merken? Tja, und so kam?s, wie?s kommen mu?te: Weder Leichnam noch Geist ?berlebten die erste Kampfrunde und konnten so nur l?cherlich wenig erreichen. Zwei der st?rksten Untoten waren im Spaziergang plattgemacht worden. Und selbst die Pr?gelmonster Fleisch- und Steingolem waren keine Herausforderung gewesen.
?Hmpf!?, dachte ich mir. ?Das passiert nicht nochmal.? Das zweite Abenteuer f?hrte schlie?lich in die Osraun Mountains und der dortige Hauptakteur war ein blauer Drache. Der blaue Drache litt unter den massiven Angriffen einer Spirit Naga, die ihn mit einer gro?en Dienerschaft aus Ettins, Riesenspinnen und Gargylen nervte. Der Drache mu?te seinen Hort st?ndig verteidigen und konnte die H?hle nicht mehr verlassen. Ich machte aus ihm einen jungen Erwachsenen, damit er gegen?ber einer solchen Truppe noch verletzbar war.
Die ?ber ihn ?stolpernden? Helden sollten ihm den Gefallen tun und die Spirit Naga samt Dienerschaft plattmachen, daf?r w?rde er ihnen den n?chsten Satz Passw?rter geben. Die Helden dachten sich allerdings: ?Wieso machen wir nicht den Drachen platt??? Mein entsetztes Gesicht verriet ihnen dann wohl, da? das das Abenteuer sprengen w?rde und so marschierten sie gegen die Spirit Naga. Und hier habe ich die Helden ein einziges Mal am Wickel gehabt.
Der Eingang des H?hlenkomplexes der Spirit Naga wurde von 9 Ettins bewacht. Sie standen dicht beisammen und bildeten somit ein Atomziel. Ich dachte mir: ?Die schmei?en da jetzt zwei, drei Feuerb?lle rein und dann war?s das.?
Nein, die ?berheblichen Helden glaubten, die dummen Ettins verar***en zu k?nnen und sie davon zu ?berzeugen, da? sie Diener ihrer Spirit-Naga-Anf?hrerin waren. Dummerweise sollten die Ettins aber alles angreifen, was da kam und so pr?gelten sich die Ettins mit den Helden rum. Nach diesem Kampf hatten die Helden noch zwischen 25 und 50 Prozent ihrer Lebenspunkte ? und das vor dem Dungeoneingang.
Die da drin lebenden Gargyle und Riesenspinnen wurden wieder im Vorbeigehen niedergemetzelt, die W?chterhydra, die letzte Verteidigungslinie der Naga, war auch kein Problem. Und der Naga erging?s wie dem Leichnam: Genau 1 Kampfrunde lebte sie und wenn ich mich recht erinnere, war sie nach Ini-Wurf sogar die letzte ? und damit aktionslos gestorben.
Da die Helden noch geschw?cht waren, verwarfen sie den Plan, den blauen Drachen anzugreifen und so marschierten sie ins dritte Abenteuer.
Hier trafen sie auf ihre ersten Gegenspieler ? eine Gruppe Talos-Priester mit passender S?ldnerbegleitung und einem Arcane, der sich ihnen angeschlossen hatte, um ihnen im letzten Moment die interessanten magischen Gegenst?nden wegzuschnappen. Diese ?armen? Priester m?hten die Helden auch um.
Danach schlachteten sich die Krieger durch eine Horde Firedrakes, pl?nderten deren Stammeshort und nahmen sich die Seiten mit den Passw?rtern und zogen weiter. Kleine Episoden wie Besuche in Ormath und Hlondeth waren sehr nebens?chlich.
Im vierten Abenteuer kam dann die Episode, die bei uns Rollenspielgeschichte machte. Die Passwort-Seiten waren im Besitz des Orkclan ?White Claw?, der eine St?rke von rund 300 Kriegern besa? und mit Malar-Kriegern (keine Priester!) alliiert war.
Ich konstruierte das Orklager als gut bewachtes und befestigtes Feldlager an einem Flu?. Zum Flu? hin war das Orklager nat?rlich nicht mit Palisaden ausgestattet, da dort ja ihre Flu?boote lagerten. Hier gab es ?nur? Patrouillen. Ich hatte mir gedacht, da? die simpelste Methode der Erbeutung in einer ?Hit-and-Run?-Mission bestand: Am Hafen rein, bis zum Schamanen durchpr?geln, den berauben und wieder rausk?mpfen. Alles m?glichst schnell und ger?uscharm.
Nein, die Wunderhelden hatten was Besseres vor. Nach der einfachen Devise ?Wir haben keinen Dieb, wir k?nnen nicht schleichen? nahmen sie sich vor, das Ork-Lager einfach plattzumachen. 3 gegen 300 ? na, bitte, wenn ihr wollt?
Der Klingens?nger machte Bogen und Massenvernichtungsspr?che startklar, der W?stenkrieger machte Bogen und Langschwert klar und der Chevalier schliff Langschwerter und streichelte seinen strategisch wichtigen G?rtel der Riesenst?rke.
Mit einer ersten Artilleriesalve (Feuerball und Pfeilhagel) zerschmetterten die Helden die Patrouillen und meine Abenteueridee. Na sch?n, dann auf die harte Tour. Also schickte ich 50 5-TW-Orogs in voller Bewaffnung und Panzerung auf die andere Seite ? alle Orogs, die das Lager zu bieten hatte, in der Hinterhand 50 5-TW-Standard-Orks, die als zweite Welle bereitstanden. Weitere 90 1-TW-Orks beharkten die Helden mit Pfeilen, der Rest (rund 100) stand als 3-TW und 1-TW-Infanterieorks als Reserve bereit. Der 11-TW-H?uptling, seine f?nf 9-TW-Leibwachen und der 5-TW-Schamane sahen dem ganzen interessiert zu (so die strategische Lage).
Der Angriff der Orogs war ein Desaster. Der Chevalier besiegte sie fast im Alleingang. W?hrend der W?stenkrieger und der Klingens?nger sich eher zur?ckhielten, schwang der Chevalier seine Langschwerter in Rundumschl?gen (+8-Attacken) und m?hte die Orogs nieder. Als Deckung gegen die Pfeile warf er sich einen toten Orog auf den R?cken, die Leichen der Gemetzelten benutzte er als Wurfgeschosse, sowohl K?rper als auch K?pfe (Zitat: ?Wieso eigentlich immer nur Felsen werfen? Orogs tun?s auch.?).
Der ersch?tterte Meister schickte seine zweite Welle los, doch der ergings nicht besser. Zwar hatten alle Helden ein wenig einzustecken, allerdings war auch sie chancenlos.
Meine einzige Hoffnung (ich machte mir ernsthaft Sorgen um den Bestand der ?White Claw?) bestand darin, die Helden mit einem andauernden Pfeilhagel niederzuhalten. Doch den Helden wurde das Fernkampfduell auf Dauer zu dumm, und so schnappte sich der Chevalier seinen Tauchhelm und einen Unsichtbarkeitsring, durchschritt gem?chlich den Flu? und griff die Bogensch?tzen von hinten an! Der W?stenkrieger und der Klingens?nger setzten mit einem der Orog-Boote ?ber den Flu? und unterst?tzten darauf den Chevalier.
Die ?briggebliebenen Orks flohen. Doch die Helden lie?en sie nicht davonkommen und setzten ihnen nach. Nach und nach fielen die Orks und auch der Schamane und die Leibwache konnten die Helden kaum verlangsamen. Auch der 11-TW-H?uptling war kein wirkliches Problem und so standen die Helden am Ende alleine und kaum bei 50 % der Lebenspunkte in einem Lager voll mit 300 toten Orks (das Dutzend menschlicher Malar-Alliierter fiel nicht ins Gewicht).
Von diesem Moment an war mir klar, da? ich diese Helden kaum noch mit wirklichen Bedrohungen konfrontieren konnte und mir einfach noch das Wissen um Magie, Gegenst?nde und Monster fehlte. Ich zog die beiden letzten Abenteuer straff durch (ein Abstecher nach Mussum, wo die Helden es mit zahlreichen ?Broken Ones? zu tun bekamen, die aufgrund nat?rlicher magischer F?higkeiten und ihrer Berserker-Kraft eine kleine Herausforderung waren und dann noch eine Reise nach Wavecrest, wo die Helden zwei Drakolisken bestahlen und auf eine Konkurrenzgruppe von Thoth-Priestern aus Mulhorand trafen) und lie? es dann mit meinem geplanten Showdown in Nothal?s Hold enden, bei der sich die Emerald Enclave und ein halruaanisches Luftschiff zeigten.
Alles im Allen war dieses Abenteuer deutlich kampfbetonter, als ich geplant hatte. Viele Dinge, z.B. Mussum am Ende, bei der man mit Verhandlungen und geschicktem Taktieren auch zum Ziel gekommen w?re, machten die Helden mit Kampf, da die Helden einfach zu stark waren.
Daher mein Tip an neue AD&D-Meister: Erstmal mit einer Stufe 1-Gruppe anfangen, damit man sich an die wachsende Schlagkraft der Helden gew?hnt.
Und: Baut niemals ein Ork-Lager an einen Flu?.
Aaron Ziegler
aaron.ziegler@gmx.de
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Mein Problem war aber damals (wie teilweise noch heute), da? ich mit hochstufigen Helden kaum umgehen konnte. Ich leg?s nicht drauf an, da? Helden weggesprengt, versteinert oder aufgel?st werden, daher war ich anfangs etwas zahm und habe nur sehr leicht ?berwindbare Gegner geschickt ? was wohl ein Fehler war, denn die Helden wurden ?berm?tig.
Die Truppe bestand aus einem Stufe-8-Chevalier, einem etwa Stufe 8/7-Klingens?nger und einem weiteren Stufe-8-K?mpfer aus der Anauroch. Es war, wie gesagt, meine erste AD&D-Truppe und es war eine erlesene Auswahl an Kampfmaschinen.
Die 6-Abenteuer-Kampagne fand in ?meiner? Region, dem Vilhon Reach, statt. Es gab da einen Ort namens Nonthal?s Hold, in der ein Magier namens Nonthal sein Haus mit Teleport-Barierren umz?unt hat. Mit den richtigen Passw?rtern kann man jedoch durch und sich den gesamten Besitz den Magiers aneignen. Zusammen mit einer Schreckensvision von einem von Shar und Cyric beherrschten Turmish und dem guten, alten Pl?nderbewu?tsein von Helden gab es somit genug Motivation.
Zun?chst marschierten die Helden nach Jathrin?s Jump, wo es den ersten Satz Passw?rter gab. Dazu mu?ten sie sich nur durch einen 4-Ebenen-Dungeon durchpr?geln und einen Leichnam und einen Geist niedermetzeln. Es war mein Fehler, die Kampfkraft der Helden zu untersch?tzen. Normalerweise sollte ein Leichnam mit zahllosen Dienern umringt sein und seine Schutzzauber schon hochgefahren haben. Aber nachdem ich mir den Leichnam durchgelesen hatte, hielt ich ihn f?r so stark, da? es den Helden selbst bei drei gegen einen sehr schwer fallen m??te, ihn plattzumachen. (Mein st?rkster Held war damals ein Stufe 5-Krieger).
Ich hatte mir zwar die lange Liste an magischen Gegenst?nden, Waffen, R?stungen, Ringen und die Zauber etc. erkl?ren lassen, aber wer kann sich das alles schon merken? Tja, und so kam?s, wie?s kommen mu?te: Weder Leichnam noch Geist ?berlebten die erste Kampfrunde und konnten so nur l?cherlich wenig erreichen. Zwei der st?rksten Untoten waren im Spaziergang plattgemacht worden. Und selbst die Pr?gelmonster Fleisch- und Steingolem waren keine Herausforderung gewesen.
?Hmpf!?, dachte ich mir. ?Das passiert nicht nochmal.? Das zweite Abenteuer f?hrte schlie?lich in die Osraun Mountains und der dortige Hauptakteur war ein blauer Drache. Der blaue Drache litt unter den massiven Angriffen einer Spirit Naga, die ihn mit einer gro?en Dienerschaft aus Ettins, Riesenspinnen und Gargylen nervte. Der Drache mu?te seinen Hort st?ndig verteidigen und konnte die H?hle nicht mehr verlassen. Ich machte aus ihm einen jungen Erwachsenen, damit er gegen?ber einer solchen Truppe noch verletzbar war.
Die ?ber ihn ?stolpernden? Helden sollten ihm den Gefallen tun und die Spirit Naga samt Dienerschaft plattmachen, daf?r w?rde er ihnen den n?chsten Satz Passw?rter geben. Die Helden dachten sich allerdings: ?Wieso machen wir nicht den Drachen platt??? Mein entsetztes Gesicht verriet ihnen dann wohl, da? das das Abenteuer sprengen w?rde und so marschierten sie gegen die Spirit Naga. Und hier habe ich die Helden ein einziges Mal am Wickel gehabt.
Der Eingang des H?hlenkomplexes der Spirit Naga wurde von 9 Ettins bewacht. Sie standen dicht beisammen und bildeten somit ein Atomziel. Ich dachte mir: ?Die schmei?en da jetzt zwei, drei Feuerb?lle rein und dann war?s das.?
Nein, die ?berheblichen Helden glaubten, die dummen Ettins verar***en zu k?nnen und sie davon zu ?berzeugen, da? sie Diener ihrer Spirit-Naga-Anf?hrerin waren. Dummerweise sollten die Ettins aber alles angreifen, was da kam und so pr?gelten sich die Ettins mit den Helden rum. Nach diesem Kampf hatten die Helden noch zwischen 25 und 50 Prozent ihrer Lebenspunkte ? und das vor dem Dungeoneingang.
Die da drin lebenden Gargyle und Riesenspinnen wurden wieder im Vorbeigehen niedergemetzelt, die W?chterhydra, die letzte Verteidigungslinie der Naga, war auch kein Problem. Und der Naga erging?s wie dem Leichnam: Genau 1 Kampfrunde lebte sie und wenn ich mich recht erinnere, war sie nach Ini-Wurf sogar die letzte ? und damit aktionslos gestorben.
Da die Helden noch geschw?cht waren, verwarfen sie den Plan, den blauen Drachen anzugreifen und so marschierten sie ins dritte Abenteuer.
Hier trafen sie auf ihre ersten Gegenspieler ? eine Gruppe Talos-Priester mit passender S?ldnerbegleitung und einem Arcane, der sich ihnen angeschlossen hatte, um ihnen im letzten Moment die interessanten magischen Gegenst?nden wegzuschnappen. Diese ?armen? Priester m?hten die Helden auch um.
Danach schlachteten sich die Krieger durch eine Horde Firedrakes, pl?nderten deren Stammeshort und nahmen sich die Seiten mit den Passw?rtern und zogen weiter. Kleine Episoden wie Besuche in Ormath und Hlondeth waren sehr nebens?chlich.
Im vierten Abenteuer kam dann die Episode, die bei uns Rollenspielgeschichte machte. Die Passwort-Seiten waren im Besitz des Orkclan ?White Claw?, der eine St?rke von rund 300 Kriegern besa? und mit Malar-Kriegern (keine Priester!) alliiert war.
Ich konstruierte das Orklager als gut bewachtes und befestigtes Feldlager an einem Flu?. Zum Flu? hin war das Orklager nat?rlich nicht mit Palisaden ausgestattet, da dort ja ihre Flu?boote lagerten. Hier gab es ?nur? Patrouillen. Ich hatte mir gedacht, da? die simpelste Methode der Erbeutung in einer ?Hit-and-Run?-Mission bestand: Am Hafen rein, bis zum Schamanen durchpr?geln, den berauben und wieder rausk?mpfen. Alles m?glichst schnell und ger?uscharm.
Nein, die Wunderhelden hatten was Besseres vor. Nach der einfachen Devise ?Wir haben keinen Dieb, wir k?nnen nicht schleichen? nahmen sie sich vor, das Ork-Lager einfach plattzumachen. 3 gegen 300 ? na, bitte, wenn ihr wollt?
Der Klingens?nger machte Bogen und Massenvernichtungsspr?che startklar, der W?stenkrieger machte Bogen und Langschwert klar und der Chevalier schliff Langschwerter und streichelte seinen strategisch wichtigen G?rtel der Riesenst?rke.
Mit einer ersten Artilleriesalve (Feuerball und Pfeilhagel) zerschmetterten die Helden die Patrouillen und meine Abenteueridee. Na sch?n, dann auf die harte Tour. Also schickte ich 50 5-TW-Orogs in voller Bewaffnung und Panzerung auf die andere Seite ? alle Orogs, die das Lager zu bieten hatte, in der Hinterhand 50 5-TW-Standard-Orks, die als zweite Welle bereitstanden. Weitere 90 1-TW-Orks beharkten die Helden mit Pfeilen, der Rest (rund 100) stand als 3-TW und 1-TW-Infanterieorks als Reserve bereit. Der 11-TW-H?uptling, seine f?nf 9-TW-Leibwachen und der 5-TW-Schamane sahen dem ganzen interessiert zu (so die strategische Lage).
Der Angriff der Orogs war ein Desaster. Der Chevalier besiegte sie fast im Alleingang. W?hrend der W?stenkrieger und der Klingens?nger sich eher zur?ckhielten, schwang der Chevalier seine Langschwerter in Rundumschl?gen (+8-Attacken) und m?hte die Orogs nieder. Als Deckung gegen die Pfeile warf er sich einen toten Orog auf den R?cken, die Leichen der Gemetzelten benutzte er als Wurfgeschosse, sowohl K?rper als auch K?pfe (Zitat: ?Wieso eigentlich immer nur Felsen werfen? Orogs tun?s auch.?).
Der ersch?tterte Meister schickte seine zweite Welle los, doch der ergings nicht besser. Zwar hatten alle Helden ein wenig einzustecken, allerdings war auch sie chancenlos.
Meine einzige Hoffnung (ich machte mir ernsthaft Sorgen um den Bestand der ?White Claw?) bestand darin, die Helden mit einem andauernden Pfeilhagel niederzuhalten. Doch den Helden wurde das Fernkampfduell auf Dauer zu dumm, und so schnappte sich der Chevalier seinen Tauchhelm und einen Unsichtbarkeitsring, durchschritt gem?chlich den Flu? und griff die Bogensch?tzen von hinten an! Der W?stenkrieger und der Klingens?nger setzten mit einem der Orog-Boote ?ber den Flu? und unterst?tzten darauf den Chevalier.
Die ?briggebliebenen Orks flohen. Doch die Helden lie?en sie nicht davonkommen und setzten ihnen nach. Nach und nach fielen die Orks und auch der Schamane und die Leibwache konnten die Helden kaum verlangsamen. Auch der 11-TW-H?uptling war kein wirkliches Problem und so standen die Helden am Ende alleine und kaum bei 50 % der Lebenspunkte in einem Lager voll mit 300 toten Orks (das Dutzend menschlicher Malar-Alliierter fiel nicht ins Gewicht).
Von diesem Moment an war mir klar, da? ich diese Helden kaum noch mit wirklichen Bedrohungen konfrontieren konnte und mir einfach noch das Wissen um Magie, Gegenst?nde und Monster fehlte. Ich zog die beiden letzten Abenteuer straff durch (ein Abstecher nach Mussum, wo die Helden es mit zahlreichen ?Broken Ones? zu tun bekamen, die aufgrund nat?rlicher magischer F?higkeiten und ihrer Berserker-Kraft eine kleine Herausforderung waren und dann noch eine Reise nach Wavecrest, wo die Helden zwei Drakolisken bestahlen und auf eine Konkurrenzgruppe von Thoth-Priestern aus Mulhorand trafen) und lie? es dann mit meinem geplanten Showdown in Nothal?s Hold enden, bei der sich die Emerald Enclave und ein halruaanisches Luftschiff zeigten.
Alles im Allen war dieses Abenteuer deutlich kampfbetonter, als ich geplant hatte. Viele Dinge, z.B. Mussum am Ende, bei der man mit Verhandlungen und geschicktem Taktieren auch zum Ziel gekommen w?re, machten die Helden mit Kampf, da die Helden einfach zu stark waren.
Daher mein Tip an neue AD&D-Meister: Erstmal mit einer Stufe 1-Gruppe anfangen, damit man sich an die wachsende Schlagkraft der Helden gew?hnt.
Und: Baut niemals ein Ork-Lager an einen Flu?.
Aaron Ziegler
aaron.ziegler@gmx.de
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